Musikalische Fragmente

III. Musikalische Fragmente als Einbandmakulatur

Im Lauf der Zeit kamen Choralhandschriften aus verschiedenen Gründen außer Gebrauch. Schlichte Gebrauchsbücher wurden solange geschätzt, wie sie für die Liturgie verwendet wurden.

Bei den alten liturgischen Büchern, die für den Gottesdienst, für Gebet und Gesang, nutzlos geworden waren, bestimmte oft allein das Material über ihre weitere Verwendung: Zahlreiche Bände wurden in ihre einzelnen Blätter zerlegt, makuliert und beschnitten, um sie als günstiges Einbandmaterial wieder zu gebrauchen. Sie dienten als Falzverstärkungen, Spiegel und Einbände. Beschläge wurden eingeschmolzen, Miniaturen herausgeschnitten, und ganze Handschriften sollen bei Klosteraufhebungen als Trittpflaster auf aufgeweichten Wegen gedient haben.