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Landesarchiv >> Staatsarchiv Sigmaringen >> Digitale Präsentationen >> Historische Ortsansichten im Staatsarchiv Sigmaringen >> Historische Ortsansichten: Hechingen mit Kloster St. Luzen (Landkreis Zollernalbkreis), Ansicht von 1716

Historische Ortsansichten: Hechingen mit Kloster St. Luzen (Landkreis Zollernalbkreis), Ansicht von 1716

Ausschnitt aus einer Karte der Grafschaft Zollern (Signatur: Staatsarchiv Sigmaringen K I Z/1); Kartograf: C. J. Hauck

Staatsarchiv Sigmaringen

Ausschnitt aus einer Karte der Grafschaft Zollern (Signatur: Staatsarchiv Sigmaringen K I Z/1); Kartograf: C. J. Hauck

 

 

Geschichtlicher Hintergrund

Die Ersterwähnung der Siedlung "Hahhingum" erfolgte bereits 786. Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt Hechingen von den Grafen von Zollern gegründet. Sie war Mittelpunkt der Grafschaft Zollern.

Nicht zuletzt um die freie Pirsch, das heißt das Jagdrecht der Untertanen, gab es in der Grafschaft einen jahrhundertelangen Streit zwischen dem Landesherrn, der die Jagd als Hoheitsrecht beanspruchte, und seinen Untertanen. Der Konflikt sollte erst 1798 durch den so genannten Landesvergleich beigelegt werden. Seit 1700 wurde der Streit in mehreren Prozessen auch vor das oberste Gericht des Heiligen Römischen Reichs, das Reichskammergericht in Wetzlar, getragen. Im Rahmen dieser Prozesse fertigte C. J. Hauck 1716 eine Karte der Grafschaft Zollern, auf der unter anderem auch die Stadt Hechingen abgebildet ist.

 

Besonderheiten

Ins Auge sticht das 1577/90 erbaute prächtige vierflügelige Renaissanceschloss, das bis 1818 vollständig abgebrochen wurde und an dessen Stelle das "neue Schloss" errichtet wurde. Hinzuweisen ist auch auf die spätgotische Stiftskirche, die 1780 durch den heutigen klassizistischen Bau ersetzt wurde. Deutlich sind schließlich der Untere Turm und die Kirche St. Luzen zu erkennen.

 

Literatur

Casimir Bumiller: "so gehört ihr Bauern zum Pflug und nicht zum Wildpretschießen...". In: Damals, Heft 10/1996. S. 20-26.

Casimir Bumiller (Hrsg.): Adel im Wandel. 200 Mediatisierung in Oberschwaben. Katalog zur Ausstellung in Sigmaringen vom 13. Mai bis 29. Oktober 2006. 2006. S. 94-95.