Auf den Spuren der NS-Justiz
Signatur: GLAK 507 Nr. 12391
Foto: Diana Kail
Neuer Workshop für Schüler*innen, Auszubildende, Studierende und Interessierte im Generallandesarchiv Karlsruhe
Wie wurden Menschen im nationalsozialistischen Karlsruhe zu Beschuldigten in politischen Strafverfahren? Welche Rolle spielten Nachbarn, Familie und Gestapo dabei? Was bedeuten Begriffe wie "asozial" oder "Volksschädling"?
Diesen Fragen geht ein neues Workshopangebot im Generallandesarchiv Karlsruhe nach. In fünf Stunden rekonstruieren die Teilnehmenden anhand originaler Gerichtsakten der nationalsozialistischen Sondergerichte vermeintliche "Kriminalfälle" aus dem Raum Karlsruhe. Dabei wird deutlich, dass die Beschuldigten und Angeklagten häufig nicht kriminell im heutigen Sinne waren. Stattdessen rücken die Justiz und ihre Funktion im NS-Staat in den Mittelpunkt.
Nach einer Führung durch das Archivmagazin und einem kurzen thematischen Einstieg arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen mit ausgewählten Originalquellen und ergänzenden Materialien. Sie erschließen einen Gerichtsfall, rekonstruieren den Verlauf des Verfahrens und stellen ihre Ergebnisse anschließend der Gruppe vor.
Auf dieser Grundlage wird gemeinsam über die Bedeutung von Justiz und Rechtsstaatlichkeit diskutiert.
Ansprechpartnerin: Diana Kail
Anmeldung und Fragen: workshop.sondergerichte@gmx.de