Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Landesarchiv >> Projekte >> Provenienzforschung im Landesarchiv

Provenienzforschung im Landesarchiv

Seit dem Zweiten Weltkrieg wird nach Kulturgut gesucht, das seinen rechtmäßigen Eigentümern durch Repressalien des NS–Regimes entwendet worden war. Die Regierungen des Bundes und der Länder sowie die Kommunen haben sich 1999 verpflichtet, ihre Bestände auf solche Raubgüter hin zu überprüfen. Die Bestände der Staatsarchive sind für diese Recherchen in doppelter Hinsicht einschlägig. Zum einen können sie selbst verfolgungsbedingt entzogene Gegenstände enthalten. Zum anderen verwahren die Staatsarchive die Unterlagen zahlreicher Behörden und Parteidienststellen, die an der Ausplünderung von Teilen der Bevölkerung beteiligt waren.

Als erstes Archiv in Baden–Württemberg und als eines von erst sechs geförderten Archiven im gesamten Bundesgebiet hatte das Landesarchiv Baden-Württemberg 2015 vom Bund eine Zusage zur Förderung seiner Provenienzforschung erhalten. Denn im Landesarchiv befinden sich in großem Umfang Unterlagen, die Hinweise über entfremdetes jüdisches Eigentum enthalten und von Kulturinstitutionen wie Museen und Bibliotheken für ihre Provenienzrecherchen genutzt werden können. Seit Mai 2015 wurde in den Beständen des Generallandesarchivs Karlsruhe systematisch nach solchen Unterlagen zu NS-Raubgut gesucht. Darauf aufbauend wurde ein Online-Inventar erarbeitet. Es soll die Recherchen anderer Kulturgut verwahrender Institutionen, vom Kunstraub betroffener Personen und Institutionen sowie des Kunsthandels nach archivischen Belegen über die Herkunft bzw. den Verbleib eines Objekts unterstützen.

Weitere Projekte zur Provenienzforschung mit gleichem Ziel wurden vom Bund für die Staatsarchive Ludwigsburg und Freiburg bewilligt. So konnte im Januar 2017 mit der Durchsicht der Bestände des Staatsarchivs Ludwigsburg begonnen werden und voraussichtlich noch in 2017 werden die Recherchen im Staatsarchiv Freiburg aufgenommen werden. Darüber hinaus sind Nachforschungen auch an den anderen Standorten des Landesarchivs geplant.