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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Kaiser Karl IV. und die Goldene Bulle >> Kapitel 6: Der Kaiser und das Geld. Die Münzpolitik Karls IV.

Kapitel 6: Der Kaiser und das Geld. Die Münzpolitik Karls IV.

In die Zeit Karls IV. fällt eine große geldgeschichtliche Umbruchphase. Seit der Karolingerzeit wurden über Jahrhunderte fast ausschließlich Silbermünzen geprägt, im 13. Jahrhundert begannen die reichen Handelsstädte Italiens, wie Florenz, Genua und Venedig, goldene Münzen zu prägen. Diese Goldgulden verbreiteten sich rasch in Europa, wobei das Münzbild verändert wurde. Auch in Böhmen wurden unter Karls Vater, König Johann, seit 1325 Goldgulden geprägt.

Die Silbermünzen veränderten sich, nachdem in Böhmen große Silbervorkommen entdeckt wurden. Aus der Prägestätte Kutná Hora (Kuttenberg) kamen um 1300 große Mengen von Silbermünzen, die als Prager Groschen neben den Tournosen die bisher gebräuchlichen Silberpfennige ablösten.

Münze
Goldgulden Karls IV.

Im X. Kapitel der Goldenen Bulle wird die Münzprägung geregelt. Karl IV. verlieh dem böhmischen König, also sich selbst, das Recht, Silber- und Goldmünzen zu prägen. Am Ende der ausführlichen Bestimmungen übertrug Karl auch den übrigen Kurfürsten dieses Recht. Einige Kurfürsten hatten schon vorher Goldgulden geprägt, der Trierer Erzbischof hatte bereits 1346 ein entsprechendes Privileg erhalten. Die Verfügung der Goldenen Bulle weitete diese Einzelprivilegien nun auf alle Kurfürsten aus. Insbesondere die rheinischen Kurfürsten nutzten intensiv die Möglichkeit der Goldguldenprägung, schlossen sich gar zum rheinischen Münzverein zusammen, in dem eine einheitliche Währung gelten sollte.

Karl IV. steht auch am Beginn der Münzprägung durch die Grafen von Württemberg. 1374 erlaubte er Graf Eberhard II., Hellermünzen zu schlagen, und zwar under seinem gepreg vnd czeichen. Das Münzbild wurde um die Hirschstange erweitert, und bis zur Herzogserhebung 1495 gab der württembergische Herzog Silbermünzen aus.

Münzprivileg
Das Münzprivileg Karls IV. für Graf Eberhard II. von 1374