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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Kaiser Karl IV. und die Goldene Bulle >> Kapitel 4: Rang und Ritual. Die Kurfürsten in der Goldenen Bulle

Kapitel 4: Rang und Ritual. Die Kurfürsten in der Goldenen Bulle

Die Kurfürsten werden in der Goldenen Bulle in besonderer Weise hervorgehoben. Der Kreis der Königswähler wird auf diese sieben Fürsten festgeschrieben. Die Bedeutung der Kurfürsten geht aber weit über ihre Funktion als Königswähler hinaus. Sie erhalten bevorzugt Privilegien und Vorrechte, die sie über die übrigen Fürsten hinausheben.

Steinplatte
Die Darstellung des Trierer Erzbischofs aus dem Mainzer Sandsteinrelief

Wiederholt werden sie als "Säulen des Reiches" bezeichnet, und viele Bestimmungen der Goldenen Bulle sind direktes Ergebnis der Verhandlungen zwischen Kaiser und Kurfürsten. Im Einvernehmen mit ihnen erlässt der Kaiser die Goldene Bulle. Ein formuliertes Anliegen war es, die Einigkeit unter den Kurfürsten zu fördern, was die vielen Bestimmungen zur Sitz- und Prozessionsordnung erklärt – sowohl unter den drei Erzbischöfen als auch im Verhältnis der vier weltlichen Fürsten. So sollten Rangstreitigkeiten vermieden werden.

Die besondere Verbindung zwischen dem Kaiser und den Kurfürsten, die in der Goldenen Bulle festgeschrieben wird, erhält ihren sichtbaren Ausdruck durch die feierliche Ausübung der Hofämter. Wie auf einer Bühne üben die weltlichen Kurfürsten symbolisch diese Ehrenämter am Hof aus. Über die Rituale setzt die gemeinsame Aufführung das Reich ins Bild.

In der Auffassung der Zeit waren die zeremoniellen Dienste sichtbarer Ausdruck für die enge Verbundenheit und zugleich die hierarchische Ordnung zwischen Herrscher und Kurfürsten. Das Reich wird gedacht als Ordnung in Haupt und Gliedern, und gerade diese Vorstellung wird bis in die Neuzeit hinein wirkmächtig.

Hofämter
Die Ausübung der Hofämter durch den Markgrafen von Brandenburg und den Pfalzgrafen bei Rhein