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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Kaiser Karl IV. und die Goldene Bulle >> Kapitel 3: Die Goldene Bulle und der Erzbischof von Trier

Kapitel 3: Die Goldene Bulle und der Erzbischof von Trier

Der Erzbischof von Trier nahm bei der deutschen Königswahl traditionell eine herausragende Position ein. Bereits laut Sachsenspiegel sollte er als erster seine Stimme abgeben, und nach den Bestimmungen der Goldenen Bulle behielt er dieses Vorrecht bei. Der wesentliche Einfluss, den Erzbischof Balduin von Trier bei den Vorbereitungen zur Goldenen Bulle und deren Kodifizierung durch seinen Großneffen Karl IV. ausübte, wird deutlich und lässt den Trierer aus dem Hause Luxemburg als einen wesentlichen Gestalter der deutschen Verfassungsentwicklung im frühen 14. Jahrhundert ansprechen.

Trierer Exemplar Goldene Bulle aufgeschlagen
Das Trierer Exemplar der Goldenen Bulle (Hauptstaatsarchiv Stuttgart H 51 U 589)

In der Goldenen Bulle wird ausgeführt, dass die Kurfürsten am nächsten Morgen nach ihrem Einzug in Frankfurt zunächst in der St. Bartholomäuskirche gemeinsam die Messe feiern sollten. Hierbei sollte die Pfingstliturgie (De Sancto Spiritu) erklingen, damit der Heilige Geist ihrer Wahl beistehe. Nach der Messe hatten die Kurfürsten am Altar vor dem aufgeschlagenen Johannesevangelium ihren Wahleid zu sprechen – die geistlichen Kurfürsten mit vor der Brust zusammengelegten Händen, die weltlichen mit den Händen auf dem Evangelium. Erst danach sollte sie zur Wahl schreiten.

Aus der Zeit um 1400 hat sich das Faldistorium der Trierer Erzbischöfe als außergewöhnliches Artefakt erhalten. Es repräsentiert ihre geistliche Herrschaft und besaß auch bei der deutschen Königswahl besondere Bedeutung, insbesondere zumal wenn der Trierer Erzbischof den Vorsitz bei der Liturgie der Wahlmesse führte.

Faldistorium
Das Faldistorium des Erzbischofs von Trier