Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Rechercheratgeber Zwangsarbeiter
Plan für den Bau eines Zwangsarbeiterheims, LABW, StAWt R-K Nr. 7286

Während des Zweiten Weltkriegs wurden im nationalsozialistischen Deutschland ca. 13 Millionen Menschen zur Zwangsarbeit verpflichtet. Eingesetzt wurden sie u. a. in der Rüstungsindustrie, im Bergbau, der Bauindustrie, in der Land- und Forstwirtschaft aber auch in kleinen Familienunternehmen, staatlichen Behörden, Privathaushalten und Konzentrationslagern.

Durch die Einrichtung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) im Jahr 2000 wurde der Blick der Öffentlichkeit auf das Schicksal der Überlebenden der NS-Zwangsarbeit gelenkt. Die Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erfolgte bis 2007. Aber auch weiterhin besteht ein großes persönliches und wissenschaftliches Interesse, mehr über die Lebensläufe dieser Menschen zu erfahren. Unterlagen zur Zwangsarbeit haben sich in vielen verschiedenen Archiven und Einrichtungen erhalten. Dieser Rechercheratgeber hilft Ihnen bei der Suche nach Informationen.


Welche Informationen benötigen Sie, um mit der Suche beginnen zu können?

Sie benötigen zu der gesuchten Person

  • den Namen (oder Geburtsnamen),
  • das Geburtsdatum sowie
  • möglichst genaue Informationen zum Ort der Zwangsarbeit bzw. zur Haftstätte.

Orte können Sie z.B. im "Haftstättenverzeichnis" der Stiftung EVZ recherchieren.

In der Datenbank zu Displaced Persons-Camps, in denen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs u. a. ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter untergebracht wurden, können Sie nach Aufenthaltsorten ab 1945 suchen: Datenbank zu Displaced Persons-Camps