Nachrichten

09.06.2021

Wertheim auf Glasfaser – Findmittel zu den Stadtarchivalien der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts online

Die Rathausgasse auf Glasfaservlies – Werbung nicht nur für die Glaswerke Schuller GmbH, sondern auch für Wertheims Altstadt. (Vorlage: StAWt S-III Nr. 1785)
Die Rathausgasse auf Glasfaservlies – Werbung nicht nur für die Glaswerke Schuller GmbH, sondern auch für Wertheims Altstadt. (Vorlage: StAWt S-III Nr. 1785)

Auf der Homepage des Archivverbundes Main-Tauber findet sich seit kurzer Zeit das Findmittelzum Bestand „Städtische Akten III“. Der Kern der Überlieferung umfasst die Jahre 1953-1984, vereinzelt beginnen Akten bereits im 19. Jahrhundert oder reichen bis ins 21. Jahrhundert. Zur Erforschung und Sichtung bereit liegen 2131 Akten, die hintereinander aufgereiht eine Länge von 27 Metern erreichen.

In die Laufzeit des Bestandes fallen unter anderem die Kreisreform mit den Eingemeindungen der heutigen Wertheimer Ortschaften und die Sanierung der Wertheimer Altstadt. Beides schlägt sich in den enthaltenen Akten nieder.

Mithilfe des Bestandes lassen sich auch die Anfänge der Städtepartnerschaft mit Salon-de-Provence und der von Karl-Josef Scheuermann initiierte deutsch-jüdische Austausch nachvollziehen. Daneben können größere Bauprojekte wie der Bau der Main-Tauber-Halle, das Bundesdemonstrativbauvorhaben „Wohnanlage am Wartberg“ und der Bau des Mainhafens erforscht werden.

Auch der Aufschwung der Wirtschaft in Wertheim, die Ansiedlung vieler Firmen in Wertheim und insbesondere der Zuzug glaserzeugender und -verarbeitender Firmen nach dem Zweiten Weltkrieg lassen sich anhand der Akten nachvollziehen. Beispielsweise gibt es Unterlagen über die Erschließung des Firmengeländes für die Glaswerke Schuller GmbH und seine nachfolgenden Erweiterungen. Aus den Werbeunterlagen der Firma stammt auch die nebenstehende Zeichnung auf Glasfaservlies.

Die aufkeimende Naturschutzbewegung hat ebenfalls ihren Niederschlag in den Akten gefunden, wie etwa der eindringliche Apell auf der Rückseite einer Broschüre zum Waldlehrpfad Wertheim zeigt: „Denkt an die Natur! Schützt die Landschaft!“, erstellt „Im Naturschutzjahr 1970“.

Über diese Internetadresse gelangen Sie direkt zum Findmittel und können dort nach Akten suchen, die Sie interessieren. Die Akten selbst werden im Archivverbund Main-Tauber in Bronnbach verwahrt und können im dortigen Lesesaal während der Öffnungszeiten eingesehen werden. Die Bestellung der Archivalien für den Lesesaal erfolgt ebenfalls über das Findmittel, oder es können dort Reproduktionen bestellt werden.

Für Fragen steht Ihnen gerne die Stadtarchivarin telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung:
Anna Berger
Staatsarchiv Wertheim/Archivverbund Main-Tauber
Bronnbach 19
D–97877 Wertheim
Telefon: 09342/91592–16
E–Mail: stawertheim@la-bw.de

 


Schlagworte

Tags:

Aktueller Hinweis, Staatsarchiv Wertheim, Berichte/Meldung/Information, Presse und Medien, Schule und Bildung, Wissenschaft und Forschung, 20. Jahrhundert, Erschließung