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Von Konstanz nach Mühlburg

Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414–1424)

Vortrag von Dr. Jürgen Treffeisen, Karlsruhe

29.1.2019, 18 Uhr

Generallandesarchiv Karlsruhe

Vortrag Treffeisen Konstanz (glak)
Die Marktrechtsurkunde vom 10. August 1418 für Emmendingen und Eichstetten; GLA Karlsruhe D 619

Das Generallandesarchiv lädt am Dienstag, den 29. Januar 2019, um 18 Uhr zu einem Vortrag über die Kämpfe um die Macht am Oberrhein zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Jürgen Treffeisen steht Markgraf Bernhard I. von Baden und seine Rolle in jenen Jahren. Das Generallandesarchiv setzt mit diesem Abend die Reihe seiner Begleitveranstaltungen zu der Ausstellung "brieff und sigel — Formen von Schriftlichkeit im Mittelalter" fort, die bis 1. März 2019 zu sehen ist.


Die Flucht des Papstes Johannes XXIII. vom Konstanzer Konzil in der Nacht zum 20. März 1415 wirkte sich in vielfältiger Weise auf die politische Konstellation am Oberrhein aus. Herzog Friedrich IV. von Österreich, der die Flucht des Papstes aktiv unterstützte, wurde von seinem Widersacher König Sigmund in Reichsacht genommen, seine Besitzungen im Breisgau wurden eingezogen. Dies machte den Weg frei für Markgraf Bernhard I. von Baden, der durch den Kauf der Herrschaft Hachberg 1415 sowie weiteren Begünstigungen durch König Sigmund zum gewichtigen Spieler um die Macht im Breisgau wurde.

Zu diesem Dreieckskräftespiel gesellten sich die Breisgaustädte unter Führung Freiburgs. Ihrer habsburgischen Herrschaft enthoben und zu Reichsstädten erhoben, wurden sie zu einer eigenständigen, machtvollen Komponente im Spiel um die Macht am Oberrhein. Mit der erneuten Flucht Friedrichs aus Konstanz 1417 sowie der Gründung der Märkte Emmendingen und Eichstetten durch Markgraf Bernhard im Sommer 1418 kamen neue Impuls in die realpolitische Dynamik. Von 1420 bis 1424 überschlugen sich die Ereignisse derart, dass Markgraf Bernhard sich letztlich einer breiten Opposition von verbündeten Städten und Adligen gegenübersah, die ihm am 3. Juli 1424 einen Friedensschluss mit weitreichenden Kompensationen aufzwingen konnte.

Der Vortrag untersucht insbesondere die Rolle des Markgrafen Bernhard in diesem Konflikt. In welche Kräftekonstellation war er eingebunden? Welche Optionen ergaben sich und warum stand er 1424 allein einer breiten Front von Verbündeten chancenlos gegenüber?


Dr. Jürgen Treffeisen studierte von 1979 bis 1988 Deutsch und Geschichte an der Universität Freiburg. An das Staatsexamen 1984/85 schloss sich 1988 eine Promotion zu den breisgauischen Kleinstädten an. Nach einem kurzen Intermezzo 1988/89 an der Westfälischen Wilhelms–Universität Münster begann er 1989 das Archivreferendariat beim Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Nach den Stationen Generallandesarchiv Karlsruhe (1991–1993), Staatsarchiv Sigmaringen (1993–1999), Landesarchivdirektion Baden–Württemberg (1999–2006) ist er seit 2006 wieder im Generallandesarchiv Karlsruhe, zu dessen stellvertretenden Leiter er 2012 berufen wurde.


Vor dem Vortrag findet um 17 Uhr eine Kuratorenführung durch die Ausstellung "mit brieff und sigel. Formen der Schriftlichkeit im Mittelalter" statt.


Ort: Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Termin: Dienstag, 29. Januar 2019, 18 Uhr; Kuratorenführung durch die Ausstellung um 17 Uhr

Eintritt frei