20. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik

 

20. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik

In Zeiten "alternativer Fakten" und "fake news" kommt der Authentizität und Integrität und damit der Glaubwürdigkeit von Unterlagen und Quellen eine besondere Bedeutung zu. Die Frage nach der Glaubwürdigkeit führt zu einer Beurteilung von Original und Fälschung und zur Unterscheidung zwischen Lügen und Gerüchten einerseits und historischer Wahrheit andererseits. Diese macht eine quellenkritische und –vergleichende Herangehensweise unerlässlich.

Vor diesem Hintergrund haben Archive einen besonderen Stellenwert: Sie bieten das Material zur Rekonstruktion unserer Vergangenheit und bilden die Basis für heutige Deutungen und Argumente. Schülerinnen und Schüler erlernen im Archiv als fächerübergreifende Kernkompetenz im Medienalltag, die Informationsflut des digitalen Zeitalters zu ordnen, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und authentische Informationen herauszuarbeiten.

Zum 20–jährigen Jubiläum der Karlsruher Tagung für Archivpädagogik diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Methoden und Kriterien der Quellenkritik sowie zur Unterscheidung von Original und Fälschung. Dabei geht es auch um die Frage, ob und wie sich das archivarische Selbstverständnis vor dem Hintergrund von "fake news" verändert. Welchen Herausforderungen müssen sich Archive als Bewahrer und Vermittler authentischer Informationen stellen in einer Zeit, in der Schnelligkeit gesellschaftliche Diskurse zunehmend stärker bestimmt als gründliche Recherche?

Die Tagung fand am Freitag, den 22. März 2019, im Generallandesarchiv Karlsruhe und im Stadtmedienzentrum Karlsruhe statt. Die Veranstaltung wurde vom Landesarchiv Baden–Württemberg mit Unterstützung des Landesmedienzentrums Baden–Württemberg, Stadtmedienzentrum Karlsruhe ausgerichtet.