Luigi Toscano - UNESCO-Künstler für den Frieden liest aus seiner Autobiographie „Kanakenkind“ im Staatsarchiv Ludwigsburg

Termin

01_BuchCoverAusschnitt_Luigi_Toscano
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03.11.2026 19:00 Uhr

Am Dienstag, den 03.11.2026 ab 19.00 Uhr liest der deutsch-italienische Fotograf Luigi Toscano aus seiner Autobiografie „Kanakenkind – mit der Kamera durch Licht, Dunkelheit und Hoffnung. Vom Einwandererkind zum Fotografen der Holocaustüberlebenden“, die er dieses Jahr zusammen mit der Journalistin Silke Kettelhake im Herder Verlag veröffentlicht hat. Die gemeinsame Veranstaltung von Förderverein und Staatsarchiv findet im Vortragssaal des Staatsarchivs Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, Ludwigsburg statt.

Luigi Toscano ist international für seine inzwischen rund 600 überlebensgroßen Porträts von Holocaust-Überlebenden bekannt. Seine Ausstellungen hat er unter anderem in New York, Paris und Kiew gezeigt. Bis Mitte November befinden sich seine Werke auf dem Platz vor der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in der Schorndorfer Straße 58/60, Ludwigsburg.

Zum Buch schreibt der Herder-Verlag:
Eine außergewöhnliche Geschichte über Gewalt, Rettung und Erinnerung
Luigi Toscano: Der als »Kanakenkind« beschimpfte Sohn sizilianischer Einwanderer findet durch die Hinwendung zur Fotografie sein Ventil, weg von Gewalt und Vernachlässigung in der Kindheit, weg von dem Drogensumpf und der Straße.
Der Fotograf Luigi Toscano, von der UNESCO zum Artist for Peace ernannt, kämpft gegen das Vergessen, den wachsenden Hass, die grassierende Gefühllosigkeit. Toscanos eindringliche Porträts von mehr als 600 Opfern von Krieg und Grausamkeit sind weltweit zu sehen, in deutschen Bahnhöfen, in Babyn Jar, in Paris und New York. Sie sind Mahnung und Erinnerung: nie wieder.
Die Biografie des Fotografen der Holocaust-Überlebenden verbindet sich mit dem Leben von Anna Strishkowa aus Kiew, Herzstück seiner Ausstellungen. Anna, blond und blauäugig, wurde 1943 als Kleinkind von den Deutschen nach Auschwitz deportiert. Ihr Leben lang war sie auf der Suche nach ihrer Herkunft und ihrer Familie. Mit »Kanakenkind« beginnt Luigi Toscano eine Reise durch Zeiten und Räume, um Anna Strishkowa Identität zu erforschen.

Der Zugang ist barrierefrei möglich.

Der Eintritt ist frei.