Nazis im Wolfspelz. Das Germanenbild der extremen Rechten

Termin

Ausschnitt aus Farbfoto von Karl Banghard, der auf der rechten Seite des Bilds angelehnt gegen einen alt aussehenden Holzzaun steht. Auf der linken Seite ein rot angestrahltes, sehr alt wirkendes Haus.
Ausschnitt aus Farbfoto von Karl Banghard, der auf der rechten Seite des Bilds angelehnt gegen einen alt aussehenden Holzzaun steht. Auf der linken Seite ein rot angestrahltes, sehr alt wirkendes Haus.

24.02.2026 18:00 Uhr

Vortrag von Karl Banghard, Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen

Mythen und Ideologien haben das Bild der Germanen jahrhundertelang verzerrt. Rechtsextremisten und völkische Kreise pflegen im Rahmen ihres Kulturkampfes bis heute ein ewiggestriges Germanenbild mit dem Wissensstand der NS-Zeit. Davon lebt ihre Ideologie – vom Konstrukt eines geradezu mythisierten Germanentums, das von Bildern wie Kriegertum, Härte, bäuerliche Sesshaftigkeit und genetische Reinheit dominiert wird. Wie bei keinem anderen politischen Lager spielt Geschichtspolitik bei der extremen Rechten eine zentrale Rolle. Fakt ist jedoch, dass der Weg vom Kult um die Germanen über das völkische Denken bis zum Antisemitismus und zum Holocaust kurz war.