21.04.2026 19:00 Uhr
Vortrag von Dipl.-Rest. Heiner Grieb, Coburg
Mit der Erfindung des Schwarzpulvers entstehen die ersten Feuerwerke. Sie sind lautes und farbenprächtiges Spektakel, das man voller Vorfreude erwartet, jedoch bringen sie in der Form der militärischen Pyrotechnik auch Tod und Verderben. Historische Feuerwerksgegenstände haben sich in den Museen wenig erhalten. Durch glückliche Umstände bewahrt die Veste Coburg einen größeren Bestand an Pechkränzen, Granaten, Feuerballen, Raketenmodeln und vielem mehr. Diese eigenartige Objektgruppe wurde in einem mehrjährigen Projekt erforscht und mit der historischen Feuerwerksliteratur verglichen, Rekonstruktionen gaben Aufschluss über die Wirkungsweise: Es ist eine technikgeschichtlich und chemiehistorisch einzigartige Reise in eine feurige Welt, in der nicht nur Pech und Schwefel eine wichtige Rolle spielen.
Im Anschluss an den Vortrag findet eine Vorführung der vorgestellten Feuerwerkstechnik statt.
Heiner Grieb studierte Objektrestaurierung und schloss mit einer Diplomarbeit über mittelalterliche Goldschmiedekunst ab. Seit 2004 ist er an den Kunstsammlungen der Veste Coburg für das Kunsthandwerk, das historische Glas und die Sammlung an historischen Waffen zuständig. Die chemisch-technische Seite des militärischen Feuerwerks ist einer seiner Forschungsschwerpunkte.
Eintritt: frei
Veranstalter: Fraunhofer-Institut für Silicatforschung mit IZKK in Kooperation mit dem Archivverbund Main–Tauber, dem Historischen Verein Wertheim und der VHS Wertheim.
Weitere Informationen erhalten sie beim
Staatsarchiv Wertheim
Bronnbach 19
D–97877 Wertheim
Telefon: 09342/91592–0
Telefax: 09342/91592–30
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