Italienische Militärinternierte im Dritten Reich 1943—1945 (Online-Veranstaltung)

Termin

Porträt Ceccanei
Porträt Ceccanei
15.06.2021 19:00 Uhr

Vortrag von Dr. Gianfranco Ceccanei

Im Zweiten Weltkrieg waren NS-Deutschland und das faschistische Italien zunächst Bündnispartner. Am 8. September 1943 trat Italien aus dem Bündnis aus. Die deutsche Wehrmacht nahm daraufhin die italienischen Soldaten und Offiziere gefangen. Etwa 650.000 Italiener wurden in das Deutsche Reich und in die besetzten Gebiete transportiert. Mit der Gründung der Repubblica Sociale Italiana (RSI) 1944 wurden die Gefangenen zu "Militärinternierten" erklärt. So konnten sie trotz des neuen faschistischen Bündnisses und ohne Rücksicht auf das Völkerrecht als Zwangsarbeiter in der Rüstung eingesetzt werden (aus: "www.ns-zwangsarbeit.de" ).

In seinem Vortrag wird Dr. Gianfranco Ceccanei anhand verschiedener Beispiele darlegen, welches Schicksal die italienischen Militärinternierten (IMI) in den Stammlagern (Stalags) und Arbeitskommandos (ABKo) erfuhren, u. a. im Rückgriff auf die Äußerungen Don Luigi Fraccaris, der ab 1944 mit der geistlichen Betreuung der italienischen Militär- und Zivilinternierten beauftragt war. Im Mittelpunkt stehen Zeitzeugenberichte einzelner Inhaftierter: Tiziano di Leo (Stalag III D Berlin), Alessandro Orna (Stalag III B Fürstenberg), Vittorio Verdolini, Edo Magnalardo, Antonio Ceseri (Stalag III A Luckenwalde), Vittorio Venchi (Stalag V A Ludwigsburg) und Antonio Ceccanei (ABKo Münsingen), der Vater des Vortragenden.

Die Veranstaltung findet in digitaler Form als Online-Vortrag statt.
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In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zentrale Stelle

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