Neue Forschungen: Eugenische NS-Verbrechen als Mahnung für die Gegenwart

NS-Tötungsanstalten (Vorlage: Gedenkstätte Grafeneck)
NS-Tötungsanstalten (Vorlage: Gedenkstätte Grafeneck)
18.02.2020 19:30 Uhr

Vortrag von Dr. habil. Dieter Fauth, Wertheim / Zell am Main

NS-Tötungsanstalten (Vorlage: Gedenkstätte Grafeneck)
NS-Tötungsanstalten (Vorlage: Gedenkstätte Grafeneck)

Im Vortrag wird gezeigt, wie im Nationalsozialismus mithilfe ideologischer Erbanschauungen in unmenschlicher, verbrecherischer Weise Bevölkerungspolitik betrieben wurde. Dieses pseudowissenschaftliche Vorgehen diente zur Bevorzugung der Nachkommenschaft von NS-Getreuen und „Ariern“. Und es sollte Sterilisierung und Ermordung besonders von geistig Kranken, Heimbewohnern oder als kriminell Stigmatisierten vorbereiten. Im Vortrag werden diese Verbrechen auch in sehr relativierter Weise mit heutigen Umgangsweisen am Anfang und am Ende menschlichen Lebens verglichen. Die heutige Gendiagnostik, Abtreibungsgesetzgebung und Sterbehilfe werden klar von NS-Gebaren abgegrenzt.

Dr. habil. Dieter Fauth ist Konrektor der Comenius-Realschule Wertheim, kommissarischer Schulleiter der Werkrealschule Urphar/Lindelbach und Leiter des Wertheimer Projektes Stolpersteine. Er verfasste u.a. das Wertheimer Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus und ein Buch zu Wertheim und seiner Gegend in den Exilromanen von Anna Seghers gegen den Nationalsozialismus.

Dr. habil. Dieter Fauth, Wertheim / Zell am Main
Dr. habil. Dieter Fauth, Wertheim / Zell am Main

Eintritt: frei

VA: Archivverbund Main–Tauber in Verbindung mit der VHS Wertheim und dem Historischen Verein Wertheim

Weitere Informationen erhalten sie beim
Staatsarchiv Wertheim
Bronnbach 19
D–97877 Wertheim
Telefon: 09342/91592–0
Telefax: 09342/91592–30
E–Mail: stawertheim@la-bw.de


Tags:

Vortrag, Staatsarchiv Wertheim, 20. Jahrhundert