Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa

Kaiser
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15.02.2020 15:00 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Schneidmüller, Heidelberg

Bischof Otto von Freising nannte im 12. Jahrhundert das Land beiderseits des Rheins "die größte Kraft des Reichs". Tatsächlich lagen im Raum zwischen Aachen/Köln im Norden, Straßburg/ Basel im Süden, Metz/Trier im Westen und Frankfurt/Main im Osten die Herrschaftszentren des Kaiser- und Königtums wie vieler herausragender geistlicher oder weltlicher Fürsten. Eine große Mainzer Ausstellung wird 2020 die herausragende Geschichte dieser Region im Mittelalter neu präsentieren. Der Vortrag gibt eine Vorschau. Er erzählt von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa die Geschichte der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs im Wirkverbund mit den "Säulen" ihrer Macht – mit Bischöfen, Fürsten, Bürgern und Rittern. Dabei tritt der Raum beiderseits des Rheins als eine der zentralen Kulturlandschaften Europas in der Zeit von etwa 750 bis zur Goldenen Bulle von 1356 in den Vordergrund. Karl der Große und seine Nachfolger formten diese frühere Grenzregion des Frankenreichs zu einem Zentrum und zu einer Herzkammer ihrer Herrschaft. Mainz, Worms und Speyer traten als neue Zentren hervor. Die jüdischen Gemeinden spielten bei diesem Prozess eine herausragende Rolle. Unter dem Namen "SchUM" (Schpira, Uormatia und Magenza) galten Speyer, Worms und Mainz mit ihren jüdischen Zentren über Jahrhunderte als "Wiege der Gelehrsamkeit".

Prof. Dr. Bernd Schneidmüller lehrt Mittelalterliche Geschichte an der Universität Heidelberg. Er ist Direktor des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, der Forschungsstelle Geschichte und Kulturelles Erbe an der Universität Heidelberg sowie Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich