"…dass jetzt ganz Berlin von mir gemalt sein will…" — Zum 150. Todestag des Sigmaringer Porträtmalers Richard Lauchert (1823–1868)

Selbstporträt Richard Laucherts, 1859, Rathaus Sigmaringen (Aufnahme: Anja Heinz).
Selbstporträt Richard Laucherts, 1859, Rathaus Sigmaringen (Aufnahme: Anja Heinz).
10.12.2018 20:00 Uhr

Vortrag von Ulrich Feldhahn M.A., Berlin

Vor 150 Jahren verstarb der aus Sigmaringen stammende Porträtmaler Richard Lauchert in Berlin. Während Lauchert zu Lebzeiten innerhalb der Herrscher– und Fürstenhäuser Europas förmlich weitergereicht wurde, war dem nur 45 Jahre alt gewordenen Künstler kein langer Nachruhm beschieden. Der Kunsthistoriker Ulrich Feldhahn schildert in seinem Vortrag die außergewöhnliche Karriere dieses Malers und stellt einige seiner bedeutendsten Werke näher vor.

Zu Laucherts Auftraggebern gehörten unter anderem Queen Victoria, Zar Alexander II. und das preußische Königshaus. Sein wichtigster Förderer war jedoch Fürst Karl Anton von Hohenzollern, der das Talent des Malers früh erkannt und ihm eine Ausbildung an der Münchener Akademie ermöglicht hatte. Auch Laucherts Privatleben trägt beinahe romanhafte Züge: Seiner 1857 mit Prinzessin Amalie zu Hohenlohe–Schillingsfürst geschlossenen Ehe war vor dem Hintergrund damaliger Standesunterschiede ein jahrelanger Widerstand seitens der Familie seiner Braut vorausgegangen.

Der Referent Ulrich Feldhahn M.A., geb. 1965 in Balingen, studierte Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Volkskunde in Bamberg und Salzburg und ist nach jahrelanger Tätigkeit für das Haus Preußen seit 2016 als freischaffender Kunsthistoriker in Berlin tätig. Er verfasste zahlreiche Publikationen zu Kunst und Geschichte des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts.

Der Vortragabend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Hohenzollerischen Geschichtsvereins und des Staatsarchivs Sigmaringen.


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Staatsarchiv Sigmaringen, 19. Jahrhundert