Hohenzollern. Burg – Adelshaus – Land

Wappenfenster Landeshaus Sigmaringen; Foto: Reiner Löbe; Bingen
Wappenfenster Landeshaus Sigmaringen; Foto: Reiner Löbe; Bingen
18.07.2018

Eine Ausstellung des Staatsarchivs Sigmaringen in Zusammenarbeit mit dem Hohenzollerischen Geschichtsverein und dem Hohenzollerischen Landesmuseum Hechingen

Hohenzollern, das ist die Burg, das ist das sich nach der Burg nennende Adelshaus, und das ist das Land und dessen Bewohner, die den Namen dem Adelshaus verdanke. Im Jahr 2017 jährten sich zum 150. Mal drei Ereignisse, die in engem Bezug zu Burg, Adelshaus und Land stehen: die Einweihung des historistischen Wiederaufbaus der Burg Hohenzollern, die Einweihung des Fürstlich Hohenzollernschen Museums in Sigmaringen und die Gründung des Hohenzollerischen Geschichtsvereins. Dem dreifachen Jubiläum widmet sich eine Ausstellung des Staatsarchivs Sigmaringen in Zusammenarbeit mit dem Hohenzollerischen Geschichtsverein und dem Hohenzollerischen Landesmuseum Hechingen. Die Ausstellung wird vom 18. Juli bis zum 14. Oktober 2018 im Hohenzollerischen Landesmuseum Hechingen gezeigt.

Der Wandel der Burg von der hochmittelalterlichen Adelsburg zur frühneuzeitlichen Festung und schließlich zum nationaldynastischen Denkmal des 19. Jahrhunderts wird unter anderem durch wenig bekannte Pläne und Detailaufnahmen dargestellt, darunter auch die Originaldruckplatte des Merianstichs der Stadt Hechingen mit der Burg.

Die Grafen, seit 1623 Fürsten von Hohenzollern unterschieden sich im Heiligen Römischen Reich durch ihre Stammverwandtschaft mit den Kurfürsten von Brandenburg bzw. Königen von Preußen von vergleichbaren Familien. Eines der ältesten Dokumente zur Hausgeschichte ist der in der Ausstellung gezeigte Gründungsbericht des Klosters Alpirsbach aus dem 12. Jahrhundert. Obwohl sie die Souveränitätsrechte über ihre Fürstentümer 1850 an den König von Preußen abtraten, spielten sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Teil des Gesamthauses Hohenzollern eine wichtige Rolle in der preußischen und auch europäischen Politik. Heute sieht sich das Fürstenhaus als moderne Unternehmerfamilie.

Von einem Land Hohenzollern kann man erst seit dem Übergang der Fürstentümer an Preußen 1850 sprechen. Preußen schuf einheitliche Verwaltungsstrukturen und begründete den Landeskommunalverband, der durch seine Selbstverwaltungsfunktion mit den Zuständigkeiten für Wirtschaft, Verkehr, Soziales und Kultur bis zu seiner Auflösung 1972 viel zu einem hohenzollerischen Landesbewusstsein beigetragen hat. Das Landeshaus in Sigmaringen erinnert bis heute daran.


Begleitveröffentlichung
Der reich bebilderte Katalog kann für 14 Euro in der Ausstellung und über den Buchhandel erworben werden.


Tags:

Ausstellung, Staatsarchiv Sigmaringen, Ortsgeschichte