Der Widerstand von Frauen gegen die nationalsozialistische Diktatur war vielfältig, risikoreich und mutig. Dennoch ist er nach 1945 über Jahrzehnte in der deutschen Öffentlichkeit nicht oder nur unzureichend beachtet worden.
Zum 80. Jahrestag des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 stellte die Gedenkstätte Deutscher Widerstand den Widerstand von Frauen in Deutschland zwischen 1933 und 1945 in den Mittelpunkt der Erinnerung. Die daraus hervorgegangene Wanderausstellung wird vom 17. September bis 17. Dezember 2026 im Staatsarchiv Ludwigsburg präsentiert.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Lebensbilder von Widerstandskämpferinnen. Sie zeigen die gesamte soziale Breite und weltanschauliche Vielfalt des Widerstands gegen das NS-Regime. Zugleich wird erstmals eine Vielzahl von Frauen gewürdigt, die wegen ihres Widerstands von der nationalsozialistischen Unrechtsjustiz verfolgt worden sind. Während einzelne Frauen bereits in der Weimarer Republik vor dem erstarkenden Nationalsozialismus warnen, finden andere nach 1933 oder während der Kriegsjahre ihren Weg in den Widerstand und widersetzen sich dem nationalsozialistischen Unrechtsstaat.