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Aktuelles >> Ausstellungen >> Menschen im Krieg 1914-1918 am Oberrhein

Menschen im Krieg 1914-1918 am Oberrhein

Das Landesarchiv Baden-Württemberg und die Archives Départementales du Haut-Rhin präsentieren die erste deutsch-französische Gemeinschaftsausstellung zum Ersten Weltkrieg am Oberrhein

Vivre en temps de guerre des deux côtés du Rhin 1914-1918

24.6.-30.9.2014

Ausstellung im Generallandesarchiv Karlsruhe und im Centre Culturel Français in Freiburg

Deutsche und französische Soldaten am Hartmannsweilerkopf 10.11.1917
Vom Kampf gezeichnet: deutsche und französische Soldaten am Hartmannsweilerkopf (Elsass) am 10. November 1917
Generallandesarchiv Karlsruhe 456 F 65_9 Foto 3

Vor 100 Jahren gingen "in ganz Europa die Lichter aus". Am Oberrhein, der in einer einzigartigen Konstellation in den Jahren 1914 bis 1918 Kampfgebiet, Etappe und Heimatfront zugleich war, sollte man die Lichter lange Zeit nicht mehr leuchten sehen.


Logo Menschen im Krieg


Zum Gedenken an die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" präsentieren das Landesarchiv Baden-Württemberg und die Archives Départementales du Haut-Rhin die erste grenzüberschreitende und zweisprachige Gemeinschaftsausstellung über den Ersten Weltkrieg am Oberrhein. Die vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und dem Botschafter der Französischen Republik, S.E. Maurice Gourdault-Montagne, eröffnete Präsentation hat für ihr themen- und methodeninnovatives Konzept bereits zwei französische Auszeichnungen sowie den Europäischen Kultur-Projekt-Preis erhalten. Sie stellt der Öffentlichkeit in beiden Ländern bisher größtenteils unbekannte Bild- und Textquellen, darunter etwa 200 Fotos, vor.

Logo Vivre en temps de guerre

Im Mittelpunkt der von französischen und deutschen Archivaren zusammen erarbeiteten Ausstellung steht nicht eine traditionelle Militärgeschichte aus nationaler Binnenperspektive, wie sie lange Zeit die Erforschung des Ersten Weltkriegs geprägt hat. Vielmehr greift die grenzübergreifende Gemeinschaftsausstellung aktuelle kulturgeschichtlich-biografische und anthropologische Forschungsansätze auf und rückt die Kriegserfahrungen sowie das Leiden der gesamten Bevölkerung links und rechts des Rheins in den Mittelpunkt. Soldaten und Zivilisten, Gefangene, Verletzte und Sterbende, Frauen und Kinder – sie alle waren dem Krieg als Täter und/oder Opfer ausgeliefert. 32 Biographien machen exemplarisch deutlich, wie der Waffengang alle Lebensbereiche in Baden und im Elsass erfasste und lange Zeit vergiftete. Hinter der Maske des Krieges treten die Gesichter und Schicksale der Menschen hervor, die zum Frieden mahnen.

Arbeiterinnen eines Pionierparks hinter der Vogesenfront 1917/18
Der Krieg zerstörte auch die traditionellen Rollenbilder: selbstbewusste Arbeiterinnen eines Pionierparks zeigen sich mit männlichem Aufzug, Gestus und Habitus. Frauen hatten 1917/18 die Hosen an!
Generallandesarchiv Karlsruhe 456 F 105_177 Foto 9

Die Ausstellung wird vom 29. März bis zum 10. August im Generallandesarchiv Karlsruhe und vom 24. Juni bis 30. September in Freiburg gezeigt. Sie ist vom 24. März bis 6. Mai in Colmar zu sehen. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau wird in den kommenden vier Jahren in zahlreichen Orten in Baden und im Elsass präsentiert. Darüber hinaus wird sie auch in Paris, Brüssel und Berlin zu sehen sein.

Besuch des französischen Oberbefehlshabers General Joseph Joffre in Masevaux (Masmünster) im Juni 1915
Besuch des französischen Oberbefehlshabers General Joseph Joffre in Masevaux (Masmünster) im Juni 1915
Archives Départementales du Territoire de Belfort 24 Fi

Ein reich bebilderter Katalog (deutsch: Menschen im Krieg 1914-1918 am Oberrhein, Kohlhammer Stuttgart 2014, 316 S., 26 €, ISBN 978-3-17-025873-0; französisch: Vivre en temps de guerre des deux côtés du Rhin 1914-1918, ISBN 2-086068-065-9) ist erhältlich.

Skizze der Sanitätsorganisation zwischen Front und Etappe 1916
Tote sind hier nicht zu sehen: Skizze der Sanitätsorganisation zwischen Front und Etappe aus einer Publikation des Roten Kreuzes 1916
Generallandesarchiv Karlsruhe Cr 438

Spezielle archivpädagogische Materialien ermöglichen Schülerinnen und Schülern der Mittel- sowie der Oberstufe in paradigmatischer Form ein altersspezifisches Gespräch über Krieg und Frieden, über individuelle Schicksale und nationale Ansprüche sowie über Kriegserfahrungen in der eigenen regionalen Lebenswelt.







Informationen und Anmeldung: 29.3.-10.08.2014

Auszug des Leibgrenadierregiments 109 vor dem Karlsruher Schloss 7.8.1914
Mit klingendem Spiel: Auszug des Badischen Leibgrenadierregiments 109 vor dem Karlsruher Schloss 7.8.1914
Generallandesarchiv Karlsruhe N Hils_60 a

Generallandesarchiv Karlsruhe

Öffnungszeiten:

Nördliche Hildapromenade 3
76133 Karlsruhe
Tel.: (0721) 926-2206
E-Mail: glakarlsruhe@la-bw.de
www.landesarchiv-bw.de/glak/

Mo-Do 8.30-17.30 Uhr
Fr 8.30-19.00 Uhr
Sa+So+Feiertag 11.00-17.30 Uhr
Ostern geschlossen vom 18.4.-21.4.2014
Der Eintritt ist kostenlos.
Führungen nach Vereinbarung.

Erschossen! Plakat über die Hinrichtung Alfred Mayers als Spion 13.9.1915
Erschossen! Plakat zur Hinrichtung Alfred Meyers als Spion 13.9.1915
Generallandesarchiv Karlsruhe 456 F 9_248


Zur Ausstellung bietet das Generallandesarchiv ein ansprechendes Rahmenprogramm an:

Di 8.4.2014 Prof. Dr. Jörn Leonhard (Universität Freiburg): "Der Erste Weltkrieg: Europäische Krise und globaler Konflikt"


Di 29.4.2014 Laëtitia Brasseur-Wild (Archives Départementales du Haut-Rhin, Colmar), Dr. Rainer Brüning (Generallandesarchiv Karlsruhe), Dr. Klaus Gaßner (Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe): Ausstellungsgespräch mit Kuratorenführung


Do 5.6.2014 Dr. Christof Strauß (Staatsarchiv Freiburg): "Der Erste Weltkrieg am Oberrhein: zum Stand der deutschsprachigen Forschung"


Di 8.7.2014 Prof. Dr. Gerd Krumeich (Universität Düsseldorf): "Juli 1914. Eine Bilanz"


Di 22.7.2014 Prof. Dr. Etienne François (Freie Universität Berlin): "Für eine europäische Erinnerungskultur zum Ersten Weltkrieg"


Alle Begleitveranstaltungen in Karlsruhe finden jeweils um 18 Uhr im Generallandesarchiv statt. Vor allen Vorträgen findet jeweils um 17 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt; nur beim Ausstellungsgespräch am 29. April bieten die Kuratoren eine Führung im Anschluss an die Veranstaltung an.

Hartmannsweilerkopf
Das zerstörte Erbe am Rhein: Gedenkstätte am Hartmannsweilerkopf
Archives Départementales du Haut-Rhin 2 Fi 1069

Informationen und Anmeldung: 24.6.-30.9.2014

Centre Culturel Français Freiburg

Öffnungszeiten:

Münsterstraße 11
79098 Freiburg
Tel.: (0761) 207390
E-Mail: info@ccf-fr.de
www.ccf-fr.de

Mo-Do 9.00-17.30 Uhr
Fr 9.00-14.00 Uhr
Sa 11.00-14.30 Uhr
Der Eintritt ist kostenlos.





Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter: www.menschen-im-krieg-1914-1918.de/ sowie www.vivre-en-temps-de-guerre-1914-1918.fr/.