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Landesgeschichte >> Präsentationen und Inventare >> 20. Jahrhundert >> "Grafeneckprozess" zur "Euthanasie" digitalisiert

"Grafeneckprozess" zur "Euthanasie" digitalisiert

Schloss Grafeneck (Staatsarchiv Sigmaringen Wü 29/3 T 1 Nr. 1758)

Zu den erschütterndsten Originalquellen, die im Staatsarchiv Sigmaringen verwahrt werden, gehören die Akten des so genannten Grafeneck-Prozesses. Diese sind nunmehr auch im Internet einsehbar:

Wü 29/3 T 1 Staatsanwaltschaft Tübingen: Strafakten

Im Sommer 1949, nach jahrelangen Vorbereitungen, begann auf Schloss Hohentübingen der Prozess gegen acht Personen, die man beschuldigte, an der Ermordung von 10.654 "geisteskranken" Männern, Frauen und Kindern beteiligt gewesen zu sein. Stattgefunden hatte dieser Massenmord auf dem Gelände des ehemaligen Samariterstifts Grafeneck. Auf Anweisung der NS-Führung war dort kurze Zeit vor dem Beginn der Aktion am 18. Januar 1940 eine unscheinbare Baracke zu einer Gaskammer umfunktioniert worden.

Die Akten rekonstruieren die Vorgänge in Grafeneck, sie zeigen aber auch, dass das Gericht bei der Urteilsfindung mit komplizierten Fragen konfrontiert war: Wie sind "Recht" und "Unrecht", "Täter" und "Gehilfe" sowie "Schuld" und "Unschuld" zu definieren? Wer war für die "Euthanasie" verantwortlich und wie bestraft man die Akteure eines Verbrechens, das in der deutschen Geschichte ohne Beispiel ist?