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Aktuelles >> Veranstaltungen >> Ein unangepasstes Leben im Nationalsozialismus

Ein unangepasstes Leben im Nationalsozialismus

Otto Härdle - Rektor der Karlsruher Tullaschule

Vortrag von Dr. Jürgen Treffeisen, Karlsruhe

24.3.2020, 18 Uhr – abgesagt!

Generallandesarchiv Karlsruhe

Otto Härdle - Rektor der Karlsruher Tullaschule
Otto Härdle wurde nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur zum Rektor der Karlsruher Tullaschule ernannt.

Das Generallandesarchiv lädt am Dienstag, den 24. März, um 18 Uhr zu einem Vortrag über die Handlungsspielräume eines Staatsdieners im NS-Willkürstaat ein. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Dr. Jürgen Treffeisen steht Otto Härdle. Der Sozialdemokrat wirkte während der NS-Diktatur als Volksschullehrer und stieg nach 1945 zum Rektor der Karlsruher Tullaschule auf. Das Generallandesarchiv beschließt mit diesem Abend die Reihe seiner Begleitveranstaltungen zu der Ausstellung Wie viel Geschichte steckt in dir? Nationalsozialismus in Karlsruhe, die bis 24. April zu sehen ist.


Der gebürtige Heidelsheimer, Bruchsaler Ehrenbürger, Kraichgauer Heimatforscher, seit 1929 Volksschullehrer in Karlsruhe und Rektor der Karlsruher Tullaschule (1946-1966), war vor allem als Verfasser der 1960 erschienenen Heidelsheimer Ortsgeschichte sowie zahlreicher heimatkundlicher Beiträge bekannt. Aufgrund erhaltener gebliebener staatlicher Dokumente und weiterer autobiographischer Unterlagen aus seinem privaten Nachlass lässt sich sein Leben und das seiner Frau Berta in der Zeit des Nationalsozialismus anschaulich nachvollziehen.

Das seit Ende der 1920er Jahre überzeugte sozialdemokratische Ehepaar Härdle, das auch durch zahlreiche Beitrage in der sozialdemokratischen Zeitschrift „Der Volksfreund“ vor 1933 publizistisch in Erscheinung getreten war, musste mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 sein Leben komplett überdenken. Als Familienvater mit zunächst zwei, später drei Kindern war Otto Härdle auch für die Existenz seiner Familie verantwortlich. Als Volksschullehrer, der aufgrund seiner politischen Vergangenheit unter Beobachtung der Nationalsozialisten stand, musste er täglich neu entscheiden, wieviel äußere Anpassung er zuließ, ohne sich zu sehr zu verbiegen. Ob und wie ihm dies gelang, versucht der Vortrag darzulegen, der auf bislang unbekannten Bildern aus dem Privatbesitz der Familie sowie staatlichen Dokumenten fußt.

Vor dem Vortrag findet um 17 Uhr eine öffentliche Kuratorenführung durch die Ausstellung Wie viel Geschichte steckt in dir? Nationalsozialismus in Karlsruhe statt.


Dr. Jürgen Treffeisen ist stellvertretender Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe.



Ort: Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Termin: Dienstag, 24. März 2020, 18 Uhr; Kuratorenführung durch die Ausstellung um 17 Uhr

Eintritt frei