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Landesarchiv >> Staatsarchiv Sigmaringen >> Aktuelles der Abteilung >> "Themenorientierte Erschließung von Quellen zur Provenienzforschung in Hohenzollern und Süd–Württemberg"

"Themenorientierte Erschließung von Quellen zur Provenienzforschung in Hohenzollern und Süd–Württemberg"

Projekt zur Provenienzforschung in Sigmaringen gestartet

Projektbearbeiter Marius Golgath M.A. bei der Sichtung von Wiedergutmachungsakten (Vorlage: Staatsarchiv Sigmaringen)

Seit der Verabschiedung der Washingtoner Erklärung zur Identifizierung von Raubkunst im Jahre 1998 hat die Erforschung der Sammlungs– und Eigentumsgeschichte von Kulturgütern an großer Bedeutung gewonnen. Aus diesem Grund wurde im Juni 2018 im Landesarchiv Baden–Württemberg, Abteilung Staatsarchiv Sigmaringen, gefördert mit Mitteln des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste, mit der Provenienzforschung zur Auffindung von NS–verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern in Hohenzollern und Süd–Württemberg begonnen. Als Bearbeiter konnte der Historiker Marius Golgath M.A. gewonnen werden. Das Projekt umfasst in etwa den heutigen Regierungsbezirk Tübingen, dessen Bestände im Staatsarchiv Sigmaringen verwahrt sind.

Während der NS–Zeit waren zahlreiche jüdische Mitbürger und Kunstsammler gezwungen, ihre Kunstobjekte zu verkaufen oder wurden zwangsenteignet. Einige Künstler wurden mit Berufsverbot belegt, da ihr künstlerisches Schaffen den Nationalsozialisten nicht opportun war. Diese Werke wurden aus Museen entfernt und häufig über den Kunsthandel ins Ausland verkauft. Im Forschungsinteresse steht deshalb zunächst die Ermittlung von Quellen mit Hinweisen auf potenziell geraubte, beschlagnahmte oder zwangsveräußerte Ölgemälde, Aquarelle, Radierungen, Grafiken, Skulpturen, Plastiken, kostbare Druckschriften und sonstige Objekte mit künstlerischem Wert. Ein besonderes Augenmark liegt auf Kunst, die mit Angabe des Künstlers, des Titels und einer Beschreibung genau zugeordnet werden kann.

Das für das Projekt relevante Archivgut umfasst Quellen aus der NS–Zeit von 1933 bis 1945 und die Wiedergutmachungs– bzw. Restitutionsakten von 1945 bis in die frühen Jahre der Bundesrepublik. Für das Forschungsprojekt werden bis Juni 2019 rund 82.000 Archivalieneinheiten gesichtet. Den Schwerpunkt bilden die Bestände des Landesamtes für Wiedergutmachung in Tübingen, der Landgerichte Ravensburg, Rottweil und Tübingen, der Finanzämter und der Ämter für Vermögenskontrolle. Ergänzung finden diese in der Überlieferung der Preußischen Regierung des ehemaligen Regierungsbezirks Sigmaringen sowie den hohenzollerischen und südwürttembergischen Landratsämtern.

Das zunächst für ein Jahr bewilligte Projekt wird die Grundlage zur Erforschung eines bisher wenig beachteten Teils der regionalen NS–Geschichte legen.

Weitere Hinweise zum Projekt finden Sie unter https://www.landesarchiv-bw.de/web/63700. Informationen zur Provenienzforschung beim Landesarchiv Baden–Württemberg finden Sie unter https://www.landesarchiv-bw.de/web/61576.