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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Digitale Präsentationen >> Rassenwahn und Erbgesundheit >> Abschließende Einschätzung

Abschließende Einschätzung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in beiden Schicksalen ein großer Eingriff in die privaten sowie intimen Lebensbereiche stattfand. Sicherlich muss darin unterschieden werden, dass sich das junge Paar Frida H. und Erwin R. aus eigenen Stücken dazu entschlossen hatten zu heiraten. Sie waren sich spätestens mit dem Ausfüllen der zugesandten Formulare bewusst, wie viele Informationen freigegeben werden müssen.
Dorothea V. dagegen hatte keinerlei Möglichkeiten ihrer Anklage zu entgehen. Sie konnte weder die ärztlichen Untersuchungen und den Intelligenzfragebogen abschätzen, noch sich bewusst dafür entscheiden. Nur mit geringster Anhörung der Angeklagten wurde aufgrund der ermittelten Ergebnisse entschieden, wie Dorothea V. Urteil zur Unfruchtbarmachung ausfallen werde.
Die Beispiele der beiden Archivalieneinheiten geben tiefgehende Einblicke in die Denkweisen und Wertvorstellungen der Nationalsozialisten. Die geschichtliche Entwicklung ermöglicht, dass wir heute andere Ansichten haben können. Eine der vielen Lehren aus diesen Fällen ist: Niemals darf ein Staat oder eine Regierung Menschen nach „rassischen“ Kriterien in Gruppen einteilen, um diese ungleich zu behandeln.
Im Staatsarchiv Ludwigsburg werden viele weitere Akten zum Thema „Erbgesundheit“ aufbewahrt.