Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Karoline Luise von Baden – Kunst und Korrespondenz

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Digitale Präsentationen >> Rassenwahn und Erbgesundheit >> SS-Heiratsgesuch von Frida H. und Erwin R. >> Ärztlicher Untersuchungsbogen Frida H.

Ärztlicher Untersuchungsbogen Frida H.

StAL PL 506_Bü 108
Untersuchung Frida H. StAL PL 506 Bü 108

Von Zähnen, über den Blutdruck bis hin zur Körperhaltung sowie Statur wurde das junge Paar in Klassen eingeteilt und untersucht. Dabei wurden sowohl gesundheitliche als auch genetische Hintergründe ermittelt. Beispielsweise sollten Krankheitserscheinungen oder Todesursachen innerhalb der Familie Informationen über die Gesundheit des Paares geben.

In Frida H.s Untersuchungsbogen erfragte der Arzt ein Herzleiden ihrer Mutter sowie die Sterbealter und Todesursachen ihrer Großeltern. Bezeichnet wurden diese Informationen als „auffällige Störungen“; als Beispiel wurde „Alkoholismus“ aufgeführt. Zu Beginn der medizinischen Untersuchung wurde Frida H.s körperliche sowie geistige Entwicklung festgehalten. Wann die junge Frau gelernt hat zu sprechen oder ob sie in der Schule sitzengeblieben ist, schien nach ideologischer Meinung ausschlaggebend für eine Ehe zu sein. Infolgedessen stellte der SS-Arzt einen „Allgemeinen Untersuchungsbefund“ aus, der Frida H.s äußeres Erscheinungsbild dokumentiert. Neben Gewicht, Körpergröße, Haar- und Augenfarbe wurde ihr Körper zudem in verschiedene Klassen eingestuft. So soll Frida H.s Muskulatur nicht kräftig, sondern mittelmäßig aufgebaut sein. Am einschlägigsten sind jedoch die Einstufungen nach Körperbautyp und Rasse.