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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Digitale Präsentationen >> Rassenwahn und Erbgesundheit >> SS-Heiratsgesuch von Frida H. und Erwin R. >> SS-Erbgesundheitsbogen Erwin R.

SS-Erbgesundheitsbogen Erwin R.

StAL PL 506_Bü 108
SS-Erbgesundheitsbogen Erwin R. PL 506 Bü 108

Auf den Ahnentafeln wurde die „erbgesundheitliche“ Abstammung nachgewiesen. Auch wurden besondere Vorkommnisse, wie Krankheiten innerhalb der Familie, vermerkt. Bei einem Heiratsgesuch mussten sowohl der SS-Mann, als auch seine angehende Ehefrau die Bögen ausfüllen und diese von einem SS-Arzt bestätigen lassen. Die Anwendung von ähnlichen Sippentafeln fand ebenso bei Ermittlungen zur Verhütung erbkranken Nachwuchses statt. Ziel in allen Fällen war es, erblich bedingte Abweichungen herauszufinden und in Folge diese zu bekämpfen.
In Erwin R.s SS-Erbgesundheitsbogen wird seine Kurzsichtigkeit und die Lähmung einer Cousine väterlicherseits erwähnt, die durch einen Sturz im fünften Lebensjahr ausgelöst worden sei.
Interessanterweise werden im Bogen häufig keine direkten Krankheiten, sondern besondere Erscheinungen beschrieben. Beispielweise wird die Frage nach Selbstmorden gestellt. Der Auslöser und Hintergrund zum Suizid war jedoch nebensächlich. Dass eine Person dazu bewegt wurde sich umzubringen, bewertete die NS-Ideologie als krank oder schwach und somit als nicht wünschenswert. Erwin R.s Ahnentafel wurde ärztlich als geeignet abgezeichnet.