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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Digitale Präsentationen >> Rassenwahn und Erbgesundheit >> Erbgesundheitssache von Dorothea V. >> Ärztliches Gutachten

Ärztliches Gutachten

Intelligenzprüfungsbogen

StAL F 274 II_Bü 246
Intelligenzprüfungsbogen StAL F 274 II Bü 246

Da Dorothea V.s Diagnose „angeborener Schwachsinn“ lauten soll, wird bei ihr eine Intelligenzprüfung vorgenommen. Fragen wie „Was ist 24 durch 6?“, „Warum baut man Häuser in der Stadt höher als auf dem Land?“ oder „Wer ist unser Führer?“, sollten verschiedene Bereiche abdecken und ihre Intelligenz bestimmen. Die vorgefertigten Bögen wurden mit leichten Abwandlungen bei vielen Betroffenen eingesetzt.
Der „Rassenwahn“ der Nationalsozialisten wird besonders ersichtlich. Menschen sollten einem bestimmten, vorgegebenen Bild entsprechen. Es bestand die Ansicht, dass sich durch festgelegte Fragen, der komplexe Verstand einer Person mit all seinen verschiedenen Aspekten von Begabung, auf die Bereiche, „intelligent“ und „nicht intelligent“ reduzieren lassen könne.
Auch wurden soziale Hintergründe, zum Beispiel, wie stark Personen in ihrer Entwicklung sowie Bildung unterstützt wurden, oder die emotionale Verfassung, in der sich die Betroffenen in Anwesenheit eines Arztes befunden haben mussten, kaum beachtet.

Psychischer Befund

StAL F 274 II_Bü 246
Psychischer Befund StAL F 274 II Bü 246

Im letzten Schritt fasste Dr. Mauthe ihren psychischen Befund zusammen. Dabei beschrieb er ihr Verhalten als zugänglich aber auch etwas ängstlich. In den weiteren Kategorien wird auf die eben durchgeführte Intelligenzprüfung verwiesen. Auffallend ist, dass er Dorothea V. als nicht geschäftsfähig einschätzt.
Die Diagnose lautet „angeborener Schwachsinn leichten Grades“, welche Dr. Mauthe ebenfalls mit Verweis auf die Intelligenzprüfung begründet. Aufschlussreich ist die schmale Spalte von zwei Zeilen, in welche die Diagnose mitsamt Begründung eingetragen werden soll. Für Individualität und Vielfalt wurde kaum Platz gelassen.