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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Digitale Präsentationen >> Rassenwahn und Erbgesundheit

Rassenwahn und Erbgesundheit

F 274 II Bü 346
Erbgesundheitssache Dorothea V.
StAL F 274 II Bü 246

Menschen nach einem Ideal zu gestalten fand im Nationalsozialismus großen Anklang. Begründet durch ideologische Ansichten sollte eine ganze Gesellschaft und Bevölkerung dem Rassenwahn der Nationalsozialisten entsprechen.
Hierfür wurden verschiedene Apparate aufgebaut, die ein hohes Maß an Kontrolle über die Bürgerinnen und Bürger ausübten. Ziel war es, einen sogenannten „Volkskörper heranzuzüchten“. Menschen, die diesem Ideal niemals entsprechen konnten, gehörten nicht zur Gemeinschaft. Andere, die als „rassische Elite“ bezeichnet werden könnten, wurden auf die wünschenswerten Merkmale getrimmt. Diese facettenreiche Umsetzung der „Rassenpolitik“ soll in der digitalen Präsentation betrachtet werden. Sowohl Opfer als auch „Sieger“ werden in den Archivalien untersucht.

Umgang mit Archivgut

Während Fachliteratur, Zeitungsartikel und auch digitale Medien häufig als Informationsquellen genutzt werden, ist Archivgut mit seiner Arbeitsweise weniger bekannt.
Anhand der Gerichtsakten Dorothea V.s sowie des SS-Heiratsgesuchs von Frida H. und Erwin R. möchte ich beispielhaft einen Rechercheansatz darlegen. Sobald die erste Hürde, das Heraussuchen geeigneter Archivalien überwunden ist, folgt die nächste: das Heranwagen an die oft umfangreichen Schriftstücke. Die Akte Dorothea V.s wählte ich im Zusammenhang des Erbgesundheitsgerichts aus. Das heißt, es wird ein Einzelschicksal herangezogen, um nachvollziehen zu können, wie eine Meldung zur Zwangsterilisation erfolgt haben könnte. Im Anschluss daran soll das Heiratsgesuch Frida H.s und Erwin R.s aufzeigen, mit wie viel Aufwand und Kontrolle eine Heirat zwischen einem SS-Mann und seiner Partnerin verbunden war.
Oft ist es nicht möglich und auch nicht notwendig, eine komplette Akte durchzulesen. Den Fokus auf einzelne Leitfragen zu setzen hilft, um schlüssige Verbindungen zwischen verschiedenen Informationen aus mehreren (Archiv-)Quellen zu ziehen. Dabei können neue Erkenntnisse aufgezeigt werden. Auch wenn Archivnutzung eine Form des wissenschaftlichen Arbeitens ist, bleiben Analyse und Interpretation individuell, dadurch sehr kreativ und vielseitig. In diesem Beispiel handelt es sich um meine Informationsauswahl mit möglichen Interpretationsansätzen.