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Archivale des Monats Juli 2018

Schmucksatzung des Württembergischen Altertumsvereins für König Wilhelm I. von Württemberg

Schmucksatzung
Einband der Schmucksatzung des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins, HStAS E 14 Bü 1577

Zum Download des gesamten Dokuments bitte auf die Abbildung klicken

Der Württembergische Geschichts- und Altertumsverein gehört zu den ältesten deutschen Geschichtsvereinen. Nach einer ersten Gründungsphase in den 1820er Jahren wurden vor allem in den 1840er Jahren des 19. Jahrhunderts Geschichtsvereine ins Leben gerufen. Nicht wenige verdankten ihre Gründung dem direkten Eingreifen des Landesherrn, sahen diese doch in den historischen Vereinigungen mögliche Instrumente zur Förderung staatlicher Integration und Identitätsbildung. Daneben spielten die geistigen Bewegungen des Vormärz eine Rolle: die deutsche Wiederbesinnung nach den Befreiungskriegen, die Rückbesinnung auf Epochen vor dem Absolutismus und die historisierende Romantik.

Nicht nur das Interesse an der „vaterländischen“ Geschichte, vor allem des Mittelalters, sondern auch das Bewusstsein für den Wert und den Erhalt der historischen und künstlerischen Denkmäler älterer Geschichte, Literatur und Kunst waren ein maßgebliches Motiv für die Gründung des Württembergischen Altertumsvereins. Entscheidenden Anteil an der Vereinsgründung hatte Graf Wilhelm von Württemberg (1810–1869), der – nicht zuletzt durch den Bau seines Schlosses Lichtenstein – als Kunst– und Altertumskenner hervorgetreten war. Zusammen mit anderen gleichgesinnten Personen bereitete er im Juni 1843 die Konstituierung des Vereins vor.

In der Gründungsversammlung am 17. Juni 1843 wurde die Satzung verabschiedet. Als Zweck des Vereins wurde bestimmt, die "Denkmäler der Vorzeit, die geschichtlichen Wert haben, vor Zerstörung oder Entfremdung, vor Beschädigung oder Verunstaltung zu bewahren". Auch sollten diese "der Betrachtung zugänglich" gemacht werden. Zur Finanzierung der Vereinsziele wurden Aktien ausgegeben, wobei jedes Mitglied beliebig viele Aktien erwerben konnte. Als Leitungsgremium fungierte ein Ausschuss mit 24 Mitgliedern.

Bereits am 22. Juni 1843 übernahm König Wilhelm I. von Württemberg das Protektorat über den jungen Verein. Im November 1843 übersandten ihm die Vorstands– und Ausschussmitglieder, die alle ihre Unterschrift unter das Begleitschreiben gesetzt hatten, die abgebildete Schmuckfassung der Satzung.

Aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins präsentiert das Hauptstaatsarchiv Stuttgart in Kooperation mit dem Verein vom 8. Juni bis 12. Oktober 2018 die Ausstellung "Romantiker auf dem Lichtenstein. Lebenswelten Herzog Wilhelms von Urach (1810–1969)", die den bislang kaum erforschten Gründungsvorsitzenden erstmals in das Blickfeld rückt. Wertvolle Exponate beleuchten die Person und Familie Wilhelms, zeichnen seine militärische Karriere nach und verankern ihn in der Adelsgesellschaft des 19. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk gilt seinen künstlerischen und wissenschaftlichen Aktivitäten, seinen Vereinsgründungen und dem Bau von Schloss Lichtenstein.

Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 14 Bü 1577.