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Aktuelles >> Presse/Berichte >> Trilogie im Staatsarchiv Wertheim: 40 Jahre Staatsarchiv Wertheim – 30 Jahre Archivverbund Main-Tauber – Einweihung Magazinerweiterung

Trilogie im Staatsarchiv Wertheim: 40 Jahre Staatsarchiv Wertheim – 30 Jahre Archivverbund Main-Tauber – Einweihung Magazinerweiterung

Festakt in Wertheim-Bronnbach

Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen stellen ihre Archive vor: Thomas Schreglmann, Külsheim, Heinz Hofmann, Freudenberg (verdeckt), Claudia Wieland, Kreisarchivarin (Moderation), Wolfgang Stein, Wertheim, Ottmar Dürr, Werbach, Joachim Döffinger, Assamstadt (Foto: Gerd Brander, Wertheim)
Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen stellen ihre Archive vor: Thomas Schreglmann, Külsheim, Heinz Hofmann, Freudenberg (verdeckt), Claudia Wieland, Kreisarchivarin (Moderation), Wolfgang Stein, Wertheim, Ottmar Dürr, Werbach, Joachim Döffinger, Assamstadt (Foto: Gerd Brander, Wertheim)

Am Mittwoch, den 21. März 2018 war die Freude in Wertheim groß, bestand doch ein dreifacher Anlass zum Feiern: das Staatsarchiv Wertheim feierte sein 40-jähriges Bestehen, der Archivverbund Main-Tauber seine Gründung vor 30 Jahren und die lang ersehnte Magazinerweiterung konnte ihrer Bestimmung übergeben werden.

Zu dem Festakt kamen die am Archivverbund beteiligten Partner, politische Entscheidungsträger sowie frühere Weggefährten zusammen. In seiner Einführung erinnerte Landrat Reinhard Frank insbesondere an die Gründung des Archivverbunds. Der Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg, Prof. Dr. Gerald Maier, richtete in seiner Keynote den Blick auf die Herausforderungen des heutigen Archivwesens. Die am Archivverbund beteiligten Bürgermeister stellten in einer Gesprächsrunde, die von Kreisarchivarin und Kreisheimatpflegerin Claudia Wieland moderiert wurde, je ein besonderes Archivale aus ihrem Archiv vor.

Percussion-Performance mit Archivmaterialien durch Thomas Hupp, Würzburg (Foto: Gerd Brander, Wertheim)
Percussion-Performance mit Archivmaterialien durch Thomas Hupp, Würzburg (Foto: Gerd Brander, Wertheim)

Imposant umrahmt wurde die Veranstaltung von Thomas Hupp, Percussionist, der Archivmaterialien wie Archivboxen, Kassanda und Leitzordnern schwungvolle Rhythmen entlockte. Bei dieser Performance erwiesen sich die Materialien als "unkaputtbar", en passant ein Beweis ihrer Eignung zur dauerhaften Aufbewahrung der Archivalien für die Ewigkeit.

Anschließend weihte Pater Joachim Rzesnitzek MSF das neue Magazin, damit nach der glücklich verlaufenen Baumaßnahme nun dort segensreich gearbeitet werden kann. Ein Empfang für die zahlreichen Gäste beschloss die Festveranstaltung.

Blick in das neue Magazin des Archivverbunds Main-Tauber (Foto: Monika Schaupp, Wertheim)
Blick in das neue Magazin des Archivverbunds Main-Tauber (Foto: Monika Schaupp, Wertheim)

Angefangen hatte alles 1975, als das Land Baden-Württemberg die drei fürstlich Löwenstein-Wertheimischen Archive ankaufte. Die Standortfrage wurde durch das Angebot der Stadt Wertheim gelöst, die die 1972 erworbene Hofhaltung (heute Rathaus) zur Verfügung stellte und zum Archivgebäude ausbaute. Dadurch blieben die besonders für die fränkische Geschichte wichtigen Quellen in der Region. Das erleichtert die Nutzung durch die Bevölkerung Wertheims und die Bewohner der ehemaligen Grafschaft für Heimat- und Familienforschung erheblich.

Am 16. Mai 1977 nahm das neue Archiv seinen Dienst auf und am 18. Oktober 1977 beschloss der Baden-Württembergische Ministerrat die Gründung des eigenständigen Staatsarchivs Wertheim zum 1. Januar 1978. Durch die Bereitstellung des Gebäudes lag es nahe, auch das Stadtarchiv Wertheim in das neue Archiv einzubringen. Dies erfolgte durch einen Depositalvertrag vom 7. Dezember 1977.

Mit diesem kleineren Verbund war der Weg bereitet für die Idee eines Archivverbunds aus drei Partnern zehn Jahre später: Mit dem baden-württembergischen Landesarchivgesetz vom 27. Juli 1987 waren auch die Landkreise in der Pflicht, eigene Archive einzurichten. Gleichzeitig war der Kreis auf der Suche nach einer sinnvollen Nutzung und attraktiven Partnern für das im Jahr zuvor erworbene ehemalige Zisterzienserkloster Bronnbach. Das dortige Infirmarium (Krankenbau) fiel dabei besonders in den Blick.

So wurde eine Verlagerung nach Bronnbach vereinbart. Am 7. Dezember 1988 erfolgte die Errichtung des Archivverbunds zwischen den Partnern Land Baden-Württemberg, Stadt Wertheim und Main-Tauber-Kreis, so dass zugleich 30 Jahre Archivverbund Main-Tauber gefeiert werden kann. Am 17. Januar 1992 nahm er seinen Dienst in Bronnbach auf. Schnell wurde er zu einer festen Größe für die wissenschaftliche Forschung sowie die Bildungs- und Kulturregion Main-Tauber-Frankens.

Die Synergien, die durch den Zusammenschluss erzielt wurden, sind bis heute augenfällig. Damit bekam der Archivverbund Main-Tauber, der erste Archivverbund Deutschlands, von Anfang an Vorbildcharakter für zahlreiche weitere Verbünde mit unterschiedlichen Partner und Konstellationen.

Das neue Magazin des Archivverbunds Main-Tauber auf dem Gelände des ehemaligen Zisterzienserklosters Bronnbach (Foto: Monika Schaupp, Wertheim)
Das neue Magazin des Archivverbunds Main-Tauber auf dem Gelände des ehemaligen Zisterzienserklosters Bronnbach (Foto: Monika Schaupp, Wertheim)

Während das Staatsarchiv als historisches Archiv keine nennenswerten Zugänge mehr erfährt, werden vom Landratsamt und von den Rathäusern regelmäßig die nicht mehr bei der täglichen Arbeit benötigten Unterlagen an das Archiv abgegeben. Auch wenn nicht alles übernommen werden kann und muss, so enden die Regalreserven mit der Zeit. Die Bemühungen um eine Magazinerweiterung waren letztlich erfolgreich: Die Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte der am Archivverbund beteiligten Partner bewilligten die nötigen Bausummen. Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde nun das neue Magazin seiner Bestimmung übergeben.