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Archivale des Monats April 2018

Widmungsblatt anlässlich einer fürstlichen Hochzeit

Widmungsblatt zur Hochzeit von Fürst Karl Heinrich zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Prinzessin Adelheid zu Isenburg, 1859 (Signatur: StAWt-R Lit. D, Nr. 675 I 193)
Widmungsblatt anlässlich der Hochzeit von Fürst Karl Heinrich zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Prinzessin Adelheid zu Isenburg 1859

Am 18. Oktober 1859 gaben sich der junge Fürst Karl Heinrich zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Prinzessin Adelheid zu Isenburg in Offenbach am Main das Jawort. Zwei Tage später zogen sie feierlich in das Schloss Löwenstein in Kleinheubach ein. Aus diesem Anlass gab es zahlreiche Glückwünsche, die in mehr oder weniger schmuckvoller Form gestaltet wurden. Eine der Glückwunschadressen hat ein aufwendig verziertes Titelblatt, das Realität mit Fantasie verbindet. In einem Rahmen aus Zweigen, der links durch einen imaginären Wald verstärkt wird, tummeln sich rechts Fanfarenbläser und gemeines Volk auf einem steinernen, mit Tüchern und Fahnen geschmückten Balkon, der vermutlich zu einer Burg gehört. Im Zentrum der Zeichnung ist ein Gebäude zu sehen, das stark an die Pfarrkirche von Kleinheubach erinnert. Es liegt wie das vermutliche Vorbild direkt am Ufer des Mains. Im Hintergrund ist schwach die nahe liegende Burg von Miltenberg zu erkennen. Auf diesem Titelblatt wird ein Huldigungsgedicht begonnen, das auf einem zweiten Blatt seine Fortsetzung findet.

Die Widmungsgeberinnen, 18 Frauen des Bürgertums von Kleinheubach, wurden auf der Rückseite vermerkt. Der Zeichner selbst hat sich auf der Vorderseite verewigt. Es handelt sich um Hermann Heller, einen angehenden Mediziner aus Kleinheubach, der offensichtlich über künstlerische Begabung verfügte. Auch andere Widmungen, die dem Paar übergeben wurden, stammen aus der Bürgerschaft, die sich nach einer Zeit der Vormundschaft über den noch zu jungen Fürsten auf die neue Besiedelung des Schlosses freute.

Bei den Brautleuten handelte es sich übrigens um Cousine und Cousin, die einen päpstlichen Dispens benötigten, um vor den Traualtar zu gehen. Diese Ehe dauerte nicht lange. Bereits kurz nach der Geburt ihrer ersten Tochter verstarb die junge Fürstin am 2. März 1861. Im Jahr 1863 vermählte sich der Fürst ein zweites Mal. Diesmal war die Braut Prinzessin Sophie von und zu Liechtenstein. Aus dieser Ehe gingen noch acht Kinder hervor, von denen zwei ins Kloster eintraten.

Mehr Informationen über die Familie zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg lassen sich dem neu verzeichneten Bestand StAWt-R Lit. D entnehmen. Im zugehörigen Findmittel kann online recherchiert werden.

Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden–Württemberg, Staatsarchiv Wertheim, StAWt-R Lit. D Nr. 675 I 193