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Aktuelles >> Veranstaltungen >> "Kein mensch kahn begreiffen, was ich in dieser meiner gefangenschaft austehe!" — Geschichten um den tollen Grafen von Hohenzollern–Bergh

"Kein mensch kahn begreiffen, was ich in dieser meiner gefangenschaft austehe!" — Geschichten um den tollen Grafen von Hohenzollern–Bergh

Archivalienlesung mit Sibylle Brühl und Birgit Meyenberg

19.08.2017, 18.30 Uhr

Staatsarchiv Sigmaringen

Das Wappen der Grafen von Bergh vor dem Schloss in ’s-Heerenberg, Niederlande (Foto: Dr. Volker Trugenberger)
Das Wappen der Grafen von Bergh vor dem Schloss in ’s-Heerenberg, Niederlande (Foto: Dr. Volker Trugenberger)

Wäre die Geschichte nicht tatsächlich passiert, man müsste sie glatt erfinden! Wir machen eine Zeitsprung zurück in die Mitte des 18. Jahrhunderts: Der regierende Graf Johann Baptist der niederländischen Grafschaft Bergh erschießt zwei seiner Untertanen und wird daraufhin aus dem Verkehr gezogen und arretiert, um weiteren Schaden zu verhüten. Der leicht aufbrausende Graf ist gerade 30 Jahre alt und wird die ihm verbleibenden 23 Lebensjahre in Gefangenschaft verbringen, die meisten Zeit davon auf der Burg Hohenzollern und auf Schloss Haigerloch. Als mildernder Umstand für seine Untaten wird dem Grafen immerhin Geistesverwirrung attestiert. Er findet sich seinerseits jedoch keineswegs mit seiner Situation als Häftling ab. Es gelingt ihm zumindest zeitweise seinen Bedarf an Luxusgütern dank Madame Kaulla aus Hechingen zu decken und den ihn quälenden Frauenmangel abzustellen. Doch ein Fluchtversuch scheitert genauso wie sein Plan, sich in ein Kloster zurückzuziehen. Neun Jahre Gefangenschaft auf der Burg Hohenzollern scheinen ihn jedoch gebändigt zu haben, schließlich stimmen seine Verwandten, die Fürsten von Hohenzollern–Sigmaringen und Hohenzollern–Hechingen, seiner Umquartierung ins Schloss Haigerloch und den damit verbundenen erleichterten Haftbedingungen zu.

Nach seinem Tod 1781 gelangen die niederländischen Besitzungen des Grafen Johann Baptist von Hohenzollern–Bergh an das Haus Hohenzollern–Sigmaringen, das diese bis 1912 inne hat.


Anhand von zum Teil belustigenden, aber auch nachdenklich stimmenden Originalquellen zeichnen die Archivarinnen Sibylle Brühl und Birgit Meyenberg den Lebensweg des 1781 verstorbenen „tollen“ Grafen Johann Baptist nach.


Musikalisch umrahmt wird die Lesung im Staatsarchiv durch ein kleines Ensemble des Collegium musicale St. Mauritius aus Stetten am kalten Markt. Sie sind Teil einer 25–30 köpfigen Gruppe aus Hobbymusikern aller Altersklassen, die seit nunmehr 30 Jahren fester Bestandteil der Umrahmung der Weihnachts- und Ostergottesdienste in der katholischen Kirche in Stetten am kalten Markt sind. Hinzu reihen sich Benefizkonzerte sowie Auftritte bei öffentlichen Veranstaltungen bei denen Werke von der Klassik bis zur Moderne im Mittelpunkt stehen.


Am 19. August werden Stücke von Georg Friedrich Händel (1685–1759), Georg Philipp Telemann (1681–1767) und Johann Caspar Fischer (1662–1746) zu Gehör gebracht.


Die Lesung findet im Rahmen der langen Barocknacht in Sigmaringen statt.


Der Eintritt ist frei.