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So wurde Ludwigsburg zum Festspielort

Staatsarchiv Ludwigsburg sichert den Nachlass des Festspielgründers Wilhelm Krämer

24.5.2016

StAL PL 735 Bü 147 (Cosi fan tutte, Schlosstheater, 1956)
Aufführung der Mozartoper "Cosi fan tutte" im Ludwigsburger Schlosstheater 1956 (Vorlage: StAL PL 735 Bü 147)

Jedes Jahr zwischen Mai und Juli verwandelt sich Ludwigsburg in eine Festspielstadt. Die Konzerte und Theateraufführungen, von denen die meisten in Räumlichkeiten des Ludwigsburger Schlosses stattfinden, ziehen Jahr für Jahr Tausende Besucher an, die von der besonderen Atmosphäre des Veranstaltungsorts begeistert sind.

Wer sich bislang über die Geschichte der schon in den dreißiger Jahren begründeten Festspiele, insbesondere deren Anfänge, informieren wollte, wurde in den Archiven der Region allerdings kaum fündig. Dank eines Glücksfalls hat sich das nun geändert. Vor wenigen Monaten konnte das Staatsarchiv Ludwigsburg von einem Tübinger Antiquar die Ludwigsburg und die Festspiele betreffenden Teile aus dem Nachlass des Festspielgründers Wilhelme Krämer erwerben. Ergänzt wurde dieser Ankauf durch eine Schenkung aus privater Hand. Damit konnten die wichtigsten Unterlagen der Frühgeschichte der Festspiele für ein öffentliches Archiv gesichert werden.

Der Bestand enthält neben Programmzetteln und Fotos von Konzerten und Theateraufführungen, aber auch Abrechnungen und Schriftwechsel rund um die Organisation der Veranstaltungen im Schloss insbesondere aus deren Frühzeit in den dreißiger Jahren. Der besondere historische Wert der Überlieferung liegt in ihrer Verschränkung mit den anderen, ebenfalls im Nachlass dokumentierten Aktivitäten des Festspielgründers, insbesondere seiner Tätigkeit für die Ludwigsburger Mozartgemeinde und die örtliche Freimaurerloge. Erst über diesen Kontext, der im Übrigen durch weitere Quellen aus dem Staatsarchiv – insbesondere seine Lehrerpersonalakte - ergänzt werden kann, lässt sich erhellen, wie sehr die Festspiele das Werk einer Persönlichkeit waren und welche Motive diese geleitet haben. Die Akten dokumentieren überdies das lokale Netzwerk, das Krämer erst die Ausrichtung der Konzerte möglich gemacht hat, die rasch wachsenden Kontakte zu Künstlern im In- und Ausland sowie das künstlerische Profil der Konzerte, bei dem von Anfang an die Anknüpfung an die höfische Musikkultur in Ludwigsburg eine besondere Rolle spielte.

Der Bestand mit seinen 180 Archivalieneinheiten wurde zwischenzeitlich geordnet und katalogisiert. Er steht Interessierten unter Beachtung etwaiger archivrechtlicher Sperrfristen zur Benutzung offen.

Das Onlinefindbuch im Internet finden Sie hier.