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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Kaiser Karl IV. und die Goldene Bulle >> Kapitel 7: Wirkung und Bedeutung der Goldenen Bulle

Kapitel 7: Wirkung und Bedeutung der Goldenen Bulle

Die Wirkung und Bedeutung eines mittelalterlichen Textes ergeben sich auch aus seiner Verbreitung. Zunächst hatte die Goldene Bulle scheinbar wenig Einfluss – sie war aber in den zeitgenössischen Quellen unter allgemeinen Bezeichnungen (lex, constitutio oder edictum) durchaus präsent. Karl IV. selbst nannte sie unser keiserliches rechtbuch. Der heute gängige Name der Goldenen Bulle geht zurück auf die Art der Besiegelung und tauchte während der Absetzung Königs Wenzels im Jahr 1400 zum ersten Mal auf.

Neben den sieben Ausfertigungen sind über 170 mittelalterliche Abschriften gezählt worden. Dabei kursierten neben der lateinischen Fassung auch bald nach 1370 Übertragungen ins Deutsche.

Ulmer Fragment
Das Ulmer Fragment der Goldenen Bulle (Stadtarchiv Ulm A Urk. Ve. 1356 Januar 10)

Das Interesse an solchen volkssprachlichen Übertragungen kam überwiegend aus dem städtischen Patriziat, auch in städtische Amtsbücher fanden Fassungen der Goldenen Bulle Eingang, teilweise mit aufwändiger Illuminierung der Handschriften. Der aufkommende Buchdruck veränderte die Rezeptionsgewohnheiten, und in der Reichspublizistik der frühen Neuzeit blieb die Goldene Bulle der Text, der am häufigsten behandelt wurde.

Das Trierer Exemplar der Goldenen Bulle hatte nur einen äußerst geringen Einfluss auf die Rezeption der Goldenen Bulle. Ihre Bedeutung als Prestigeobjekt dagegen wurde 1803 vom neuernannten Kurfürsten Friedrich von Württemberg erkannt – dem raschen Handeln der württembergischen Regierung ist es zu verdanken, dass sich das Trierer Exemplar heute in Stuttgart befindet.

Goldene Bulle mit Silberschatulle
Silberschatulle zur Aufbewahrung der Goldenen Bulle