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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Aktuelles der Abteilung >> Frisch entstaubt >> Entnazifizierung der Presse

Entnazifizierung der Presse

Spruchkammerakten von Verlegern und Journalisten online

25.11.2015

unbekannt, Aufnahme: Scherl
(Aufnahme: Schell, Vorlage: Süddeutsche Zeitung)

Wer sich über die Geschichte der Presse während der NS-Zeit informieren möchte, kommt um das Studium der Entnazifizierungsakten aus der unmittelbaren Nachkriegszeit nicht herum. Im Staatsarchiv Ludwigsburg sind zahlreiche, zum Teil umfangreiche Verfahren gegen Verleger und Journalisten dokumentiert. Eine Reihe besonders aussagekräftiger Akten sind anlässlich der Ausstellung "Zwischen den Zeilen? - Zeitungspresse als NS-Machtinstrument" vollständig digitalisiert worden und können jetzt online eingesehen werden. Die entsprechenden Links finden Sie in der Liste unten.

Bei der Lektüre der Entnazifizierungsakten muss man sich stets vor Augen halten, dass die darin enthaltenen Informationen nicht "die historische Wahrheit" widergeben. Insbesondere die Angeklagten selbst haben zumeist alles getan, um ihre "Verstrickung" mit dem NS-Regime zu beschönigen oder herunterzuspielen. Trotzdem zeigt ein Vergleich der verschiedenen Fälle, dass es sehr wohl ganz unterschiedliche Verhaltensweisen innerhalbdes NS-Regimes gab, auch wenn alle, die sich nach dem Krieg vor einer Spruchkammer zu verantworten hatten, in jedem Fall - meist durch die Mitgliedschaft in der NSDAP oder einer anderen NS-Organisation - formal belastet waren. Nicht den Akten entnehmen kann man auch den beruflichen Werdegang der fraglichen Personen in der Nachkriegszeit.

Zusätzlich zu den Unterlagen aus der Entnazifizierung findet sich zu einigen der Personen bzw. den Zeitungen und Verlage für die sie tätig waren, weiteres Quellenmaterial im Staatsarchiv, das sich zum größten Teil über eine Recherche im Onlinekatalog des Landesarchivs ermitteln lässt. Neben wenigen Dokumenten aus der NS-Zeit selbst können das Akten der Vermögenskontrolle, die bei der Rückführung der in NS-Besitz gelangten Verlage entstanden, in einzelnen Fällen auch Wiedergutmachungsakten und Gewerberegisterakten sein. Journalisten, die sich dem Druck des Regimes nicht gebeugt haben, sind ohnehin nicht in den Entnazifizierungsakten dokumentiert; in diesen Fällen kann man unter Umständen in den Wiedergutmachungsakten fündig werden. Weitere Auskünfte erteilt der Recherchedienst im Staatsarchiv Ludwigsburg. Gern nehmen wir auch Vorschläge für weitere Digitalisierungen einschlägiger Akten entgegen.