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Flüchtlinge erkunden das Staatsarchiv Ludwigsburg

Sonderführung in Zusammenarbeit mit dem Verein "Aktion Integration"

11.5.2015

Flüchtlingsführung 4.5.2015

Eine Gruppe von Flüchtlingen hat dieser Tage dem Staatsarchiv Ludwigsburg einen Besuch abgestattet und sich über die Arbeit eines öffentlichen Archivs informiert. Die Archivführung wurde vom Staatsarchiv in Zusammenarbeit mit dem Verein "Aktion Integration e.V." arrangiert, um den Asylbewerbern Gelegenheit zu geben, eine der großen Kultureinrichtungen in Ludwigsburg kennenzulernen.

Gut 20 Personen waren gekommen und nahmen an dem ausführlichen Rundgang durch das Archiv teil. Sprachliche Hürden wurden mit Hilfe von Dolmetschern sowie des Freiwilligen (Bufdi) Tim Petershans aus dem Archiv gemeistert, die simultan ins Arabische bzw. Englische übersetzten.

Alexandra May, Mitarbeiterin im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur, stellte in der von ihr konzipierten Führung vor allem Archivunterlagen über menschliche Einzelschicksale vor: Besonderen Anklang fanden Beziehungsgeschichten - darunter durchaus auch traurige wie die einer Brandstiftung aus Liebe -,also Unterlagen,die Einblicke in das Alltagsleben der kleinen Leute vergangener Jahrhunderte ermglichen.

Interessant war es für die Führungsteilnehmer auch zu erfahren, dass es die Menschen in Europa dem arabischen Raum zu verdanken haben, dass hier heute so selbstverständlich Papier als Beschreibstoff benutzt wird. Erst im späten Mittelalter setzte sich dieses damals höchst moderne Schreibmaterial gegen das bislang in Mitteleuropa gebräuchliche, aber teuere, weil aus Tierhaut gewonnnene Pergament durch.

Frau Dr. Koch vom Staatsarchiv erläuterte zum Schluss, dass die Idee zu einer speziellen Führung zusammen mit dem Verein "Aktion Integration" auch deswegen entstand, weil im Archiv zahlreiche Dokumente liegen, die Auskunft über Schicksale von Migrantinnen und Migranten früherer Zeiten geben - auch wenn es in ihnen häufig um Deutsche geht, die ihr Heimatland verließen, um der hier herrschenden Armut und Unterdrückung zu entgehen.

Alle Beteiligten waren überrascht, wie gut dieses Willkommens-Angebot bei den Flüchtlingen angekommen ist, und werden jederzeit gerne weitere Führungen durchführen.