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Aktuelles >> Presse/Berichte >> Württembergische und hohenzollerische Flurkarten im Internet

Württembergische und hohenzollerische Flurkarten im Internet

Neues Rechercheangebot des Staatsarchivs Ludwigsburg

29.7.2014

StAL EL 68 VI Nr. 3145/1
Flurkarte von Ludwigsburg, westlicher Teil (StAL EL 68 VI Nr. 3145/1)

Mehr als 16.000 historische Flurkarten können seit kurzem im Onlinefindmittelsystem des Landesarchivs Baden-Württemberg (Bestand EL 68 VI des Staatsarchiv Ludwigsburg) als Digitalisate abgerufen werden. Sie decken das Gebiet des ehemaligen Königreichs Württemberg und der Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen ab.

Die landesweite Vermessung begann in Württemberg schon kurz nach Erhebung zum Königreich und der damit einhergehenden Vergrößerung seines Territoriums. Im Herbst 1818 brach in Tübingen ein Trupp Feldmesser zu dem langwierigen Unternehmen einer einheitlichen Vermessung des gesamten Landes auf. In über zwanzigjähriger Arbeit entstand bis 1840 ein detailliertes Kartenwerk, mit dem die Besteuerung des Grundbesitzes vereinheitlicht, der Grundstücksverkehr erleichtert und die Infrastruktur planbar gemacht werden sollte. Das Land wurde in Planquadrate aufgeteilt und in 55 x 55 cm großen Kartenblättern des Maßstabs 1:2500 aufgenommen. Mit Lithografiesteinen aus Solnhofener Schiefer wurden die Kartenbilder vervielfältigt. In den Jahren 1841 bis 1849 folgte das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen dem gleichen System, schließlich 1859 1863 auch das ehemalige Fürstentum Hohenzollern-Hechingen. Am Ende lagen fast 17.000 gedruckte Kartenblätter vor.

Die Flurkarten wurden ständig fortgeführt und sind in modernisierter Gestalt nach wie vor eine wichtige Grundlage für Vermessungsarbeiten. Die Urfassungen stellen heute eine wesentliche Quelle für Ortsforscher dar, eignen sich aber zum Beispiel auch für Altlastenerkundungen, Ingenieurgutachten und denkmalpflegerische Fragen.

StAL EL 68 VI Nr. 13847/1
Flurkarte von Ravensburg (StAL EL 68 VI Nr. 13847/1)

Im Rahmen des landeskundlichen Informationssystems LEO-BW wurden im Jahre 2010 alle verfügbaren gedruckten Karten der Landesaufnahme vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) gescannt und als blattschnittfreie Darstellung in LEO-BW integriert. Den so verarbeiteten Karten fehlen allerdings die Rahmen mit Titel und Vermerken, die für die GIS-konforme Darstellung abgeschnitten wurden.

Im Online-Findmittel des Staatsarchivs Ludwigsburg kommen die Karten nun auch als eigenständige Archivalien zur Geltung. Der Rahmen gibt Auskunft über das Entstehungsjahr, den aufnehmenden Geometer und den Graveur. Einige dieser Angaben und auch Hinweise auf den Karteninhalt konnte das LGL aus seinen Datenbanken beisteuern. Die Angaben wurden in das Online-Findmittel übernommen. Da die kartographischen Informationen den Stand von 2014 wiedergeben, kann es zu Abweichungen zwischen Karte und Findmitteleintrag kommen. Dieser Nachteils wird aberin den meisten Nutzungsfällen durch den hohen Informationsgehalt aufgewogen.

Das Findmittel bietet seiner Struktur nach die Möglichkeit, spätere Versionen einer Flurkarte hinzuzufügen. Hinweise zur weiteren Verbesserung der Erschließung sind ausdrücklich erwünscht. Über 400 Planquadrate betreffen sowohl einen württembergischen als auch einen hohenzollerischen Teil. Bei der Herstellung der einzelnen Flurkarten wurde in diesen Fällen jeweils nur das württembergische bzw. hohenzollerische Gebiet berücksichtigt. Im Findmittel werden die Flurkarten mit ihren Inhalten einzeln angezeigt. Das Gegenstück im anderen Landesteil wurde nachgewiesen.

Um Flurkarten zu einzelnen Orten zu finden, empfiehlt sich im Online-Findmittel die Suche über die „Stichwortlisten“. Leider konnten einzelne Blätter der gedruckten Flurkarte nicht mehr ermittelt werden, weshalb die Digitalisate das württembergische und hohenzollerische Gebiet zu größten Teilen, aber nicht vollständig abbilden.