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Gruppenarbeit im Archiv

Neben den konkreten Arbeitsaufträgen für die vier Arbeitsgruppen (s.u.), sollen sich alle Gruppen Gedanken zu den drei folgenden übergreifenden Fragestellungen machen:

a) Besprecht in eurer Gruppe die Aussagekraft und die spezifischen Probleme des vorliegenden Quellentypus.

b) Fasst kurz zusammen, welche Auswirkungen des Krieges in euren Quellen deutlich werden.

c) In welchem Verhältnis stehen - bezogen auf eure Quellen - Kriegspropaganda und Kriegswirklichkeit?

Feldpostbriefe
Original: HStAS P 10 Bü 1412

Gruppe 1: Feldpostbriefe

Unter Feldpostbriefen versteht man Briefe an und von Soldaten an der Front. Sie stellten während des Ersten Weltkriegs über Monate hinweg oft die einzige Verbindung der Soldaten mit ihren Angehörigen daheim oder Freunden/Brüdern an anderen Abschnitten der Front dar. Insofern sind sie eine wertvolle Quelle, weil die Soldaten viel über ihren Kriegsalltag berichteten. Man muss allerdings beachten, dass die Soldaten um die Zensur der Briefe wussten, d. h. um die Tatsache, dass immer wieder Briefe von Zensurstellen gelesen und überprüft wurden. Wohl aus diesem Grunde und auch um ihre Angehörigen zu schonen, berichten die Soldaten kaum von der ganzen Brutalität des Krieges, sondern deuten diese nur an. Auch persönliche Gefühle finden sich oft nur selten direkt, man muss sie vielmehr aus den wenigen Andeutungen erschließen.

Kriegsanleiheplakate
Original: HStAS J 151 Nr. 2203

Gruppe 2: Kriegsanleihe-Plakate

Kriegsanleihen waren ein wichtiges und verbreitetes Mittel zur Finanzierung von Kriegen. Sie funktionierten ähnlich wie Wertpapiere.
Ausgegeben wurden die Kriegsanleihen von der Regierung; der Käufer gewährte durch den Ankauf dem Verkäufer (also der Regierung) quasi einen Kredit zur Finanzierung des Krieges. Zurückgezahlt werden sollte das investierte Geld nach Kriegsende, bei einem gewonnenen Krieg natürlich mit einem Zinsaufschlag für den Käufer.
Im Falle eines verlorenen Krieges (aber teilweise auch bei gewonnenen Kriegen) wurden Kriegsanleihen nicht zurückbezahlt. Das Risiko trug der Käufer; sein investiertes Kapital war dann verloren. Der Wert einer Kriegsanleihe konnte auch durch Inflation rapide sinken.

Kriegsanleihen wurden meist begleitet durch eine massive Propaganda. Man wollte so den Absatz der Kriegsanleihen deutlich steigern. Die Regierung konnte den Verkauf von Kriegsanleihen außerdem durch weitere Maßnahmen ankurbeln, so zum Beispiel durch die Verpflichtung der Notenbanken zum Kauf von Kriegsanleihen oder durch Schließung der Börsen, wodurch ein Handel mit anderen Wertpapieren unmöglich wurde.

Deutschland finanzierte ca. 60% des Ersten Weltkriegs durch Kriegsanleihen (knapp 100 Milliarden Reichsmark wurden dadurch eingenommen). Insgesamt wurden neun Kriegsanleihen ausgegeben.

Fotografien
Original: HStAS M 705/2 Nr. 28

Gruppe 3: Fotografien von der Front

Leitfrage: Wie sieht der Alltag an der Front aus?

Fotos:

M 705/2 Bü 28 Nr. 740, Deutsche Munitionsabteilung mit Gasmasken
M 705/2 Bü 28 Nr. 742, Die Kathedrale von Soissons
M 705/2 Bü 28 Nr. 751, Soissons
M 705/2 Bü 28 Nr. 756, Tankgeschwader
M 705/2 Bü 32 Nr. 625, Soldaten beim Waschen ihrer Uniform
M 705/2 Bü 32 Nr. 635, Stab III/476 im Granattrichter südlich Nauroy, 21.5.1917
M 705/2 Bü 32 Nr. 657, Brieftaubenstation bei Autronce
M 705/2 Bü 32 Nr. 659, Innenansicht der Kirche von Beignes
M 705/2 Bü 32 Nr. 640, Stellung bei Somme Py, Morgenwäsche
M 705/2 Bü 32 Nr. 668, Soldaten bei der Körperpflege, um sich der Läuse zu erwehren

Gruppe 4: Frauen im Krieg

Leitfrage: Welche Rolle spielten die Frauen im Kriegseinsatz?

M 1: geplanter Programmablauf zum Frauentag in Heilbronn September 1918 (M 77/1, Bü 484, 3.1 und 3.2)
M 2: gedrucktes Programm (M 77/1, Bü 484, 4.1 und 4.2)
M 3: Antwort des Leutnants Schenkel (M 77/1, Bü 484,2)
M 4: Artikel zum Schwäbischen Frauentag in Ulm, Schwäbischer Merkur, 30.9.1918 (M 77/1, Bü 484, 1)
M 5: Telegramm des Generalkommandos Hannover an das stellvertretende Generalkommando Stuttgart vom 1.2.1917 (M 77/1, Bü 427)
M 6: „Todesanzeige“ (J 150/196 Nr.13)