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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Aktuelles der Abteilung >> Frisch entstaubt >> Liebesbriefe aus einem mittelalterlichen Kloster jetzt online

Liebesbriefe aus einem mittelalterlichen Kloster jetzt online

Urkunden und Briefe des Klosters Söflingen digitalisiert

26.04.2012

StAL B 509 U 54
Schenkung des Grafen Hartmann zu Gunsten des Klosters Söflingen, 1258 Jan. 13 (StAL B 509 U 54)

Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnten im Staatsarchiv Ludwigsburg mehr als 1200 Urkunden und Briefe aus dem Archiv des ehemaligen Klosters Söflingen digitalisiert werden. Die Digitalisate der historischen Dokumente, die bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückreichen, können jetzt im Onlineinformationssystem des Landesarchivs Baden-Württemberg und über das Virtuelle deutsche Urkundennetzwerk recherchiert und eingesehen werden.

Das 1237 gegründete Klarissenkloster St. Klara in Söflingen bestand als Frauenkonvent bis zum Ende des Alten Reichs. Infolge umfangreicher Schenkungen benachbarter Adelsfamilien stieg das Kloster schon im Mittelalter zum bedeutendsten und vermögendsten Klarissenkloster im Reich auf, blieb aber in der Folgezeit nicht von Krisen und Umbrüchen verschont. Insbesondere mit der protestantischen Reichsstadt Ulm gab es seit dem 16. Jahrhundert immer wieder konfessionelle und territoriale Streitigkeiten. Trotzdem gelang es dem Kloster wenige Jahrzehnte vor seiner Aufhebung noch, den Status der Reichsunmittelbarkeit zu erreichen.

StAL B 509 Bü 20 Nr. C-20
Brief des Jodokus Wind an die mit ihm befreundete Söflinger Konventualin Magdalena von Suntheim, 1483 Juni 11 (StAL B 509 Bü 2 C 20)

Das reichhaltige Archiv des Klosters enthält einen umfangreichen Bestand an Pergamenturkunden, in dem die ganze Vielfalt von Rechtsgeschäften, die in einem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kloster vorkommen, dokumentiert ist. Mit in die Digitalisierung einbezogen wurden aber auch einige Papierdokumente, die in einem Klosterarchiv normalerweise kaum zu erwarten sind. Es handelt sich dabei um mehrere Dutzend Schreiben privaten Inhalts, die im Jahre 1484 bei der gewaltsamen Reform des Klosters in verschiedenen Klosterzellen gefunden wurden und in der Forschung schon seit längerem als Söflinger Briefe bekannt sind. Neben Alltagskorrespondenz der Klosterfrauen über geschäftliche und private Angelegenheiten finden sich darunter auch sehr persönlich gehaltene Briefe männlicher Konventualen anderer Klöster, die auf eine enge Freundschaft oder ein Liebesverhältnis schließen lassen. Auch diese ungewöhnlichen Dokumente, die einen Einblick in die Gefühlswelt mittelalterlicher Konventualen eröffnen, können jetzt online studiert werden.