Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Karoline Luise von Baden – Kunst und Korrespondenz

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Landesarchiv >> Hauptstaatsarchiv Stuttgart >> Digitale Präsentationen >> Archivale des Monats 2000–2010 >> Archivale des Monats September 2000

Archivale des Monats September 2000

Gebietsreform und Gemeindewappen

Kaum ein landespolitisches Thema bewegte die Menschen in Baden-Württemberg mehr als die 1975 abgeschlossene Gemeindereform. Die Zahl der Gemeinden verringerte sich von ursprünglich 3384 auf 1111 politisch selbstständige Gemeinden. Mit dem Verlust der kommunalen Selbstständigkeit ging für diese Gemeinden auch das Recht verloren, ein eigenes Wappen zu führen. Die Gemeindeordnung von Baden-Württemberg sieht dies schließlich nur für politisch selbstständige Kommunen vor. Allein im Vereinsleben oder etwa bei Festen leben die alten Zeichen noch fort. Andererseits mussten unter Berücksichtigung der neuen Gebietszuschnitte zahlreiche neue heraldische Bildkennzeichen geschaffen werden. Viele Kommunen machten unmittelbar nach der Festschreibung ihrer neuen Struktur davon Gebrauch, sahen sie darin doch auch eine Möglichkeit, einen Beitrag zur fortschreitenden Integration ihrer Gemeindeteile zu leisten. Heute, 25 Jahre nach der kommunalen Gebietsreform, führen lediglich vier Gemeinden (Villingen-Schwenningen, Heiligenberg, Gutenzell-Hürbel und Kusterdingen) kein eigenes Wappen. Auf ihren Dienstsiegeln sind sie auf das kleine Landeswappen angewiesen.

In den Regierungsbezirken Stuttgart und Tübingen werden die Kommunen in Fragen des Wappen- und Flaggenwesens vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart beraten - eine Aufgabe, die bis ins beginnende 20. Jahrhundert zurückreicht. Ohne die Stellungnahme der staatlichen Archivverwaltung unter heraldischen und historischen Gesichtspunkten kann die förmliche Verleihung durch die Rechtsaufsichtsbehörde nicht erfolgen. Das Hauptstaatsarchiv verwahrt alle aktuellen wie auch erloschene Wappen in seinem Bestand J 482 - nicht zuletzt, um Doppelbelegungen innerhalb der Landesgrenzen zu vermeiden.

Am Beispiel der Stadt Bietigheim-Bissingen ist zu sehen, wie die Wappen zweier zuvor eigenständiger Körperschaften zu einem neuen Bildkennzeichen vereinigt wurden. Die frühere Stadt Bietigheim steuerte den Zinnenturm bei, aus dem alten Bissinger Wappen stammt das blaue Patriarchenhochkreuz, welches wiederum auf das Spital Markgröningen zurückgeht.

Wappen der früheren Stadt Bietigheim
Wappen der früheren Stadt Bietigheim.
Wappen der früheren Stadt Bissingen
Wappen der früheren Stadt Bissingen.
Wappen der Stadt Bietigheim-Bissingen seit 1976.
Wappen der Stadt Bietigheim-Bissingen seit 1976.