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Archivale des Monats Oktober/November 2000

Eine Ausstellung des Ungarischen Nationalmuseums Budapest im Hauptstaatsarchiv Stuttgart

Ausstellungsplakat "Ungarisches Geld aus 1000 Jahren"

Im Rahmen der Feiern zum Magyar Millenium 2000, an denen sich das Land Baden-Württemberg mit einer Reihe kultureller Veranstaltungen und Begegnungen beteiligt, präsentiert das Hauptstaatsarchiv Stuttgart die vom Ungarischen Nationalmuseum Budapest konzipierte Ausstellung "Ungarisches Geld aus 1000 Jahren". Gezeigt wird eine großzügige Auswahl numismatischer Kostbarkeiten. Rund 400 Gold-, Silber- und Kupfermünzen sowie 160 Banknoten führen auf anschauliche Weise in die Entwicklung der Münzprägung sowie in die Geld- und Wirtschaftsgeschichte Ungarns ein. Ergänzt wird die Präsentation durch großformatige Fotografien historischer Münzen und Prägestöcke.

Die Geschichte der ungarischen Münzprägung reicht bis in die Zeit der Staatsgründung im Jahre 1000 n. Chr. zurück. König Stephan der Heilige (997-1038), der nach seiner Krönung ein unabhängiges Königreich aufbaute, ließ die ersten ungarischen Münzen schlagen. Wie im übrigen Europa waren der silberne Denar (Pfennig) und der Obulus (Halbpfennig) bis ins 13. Jahrhundert die einzig geprägten Geldstücke.

König Karl I. Robert von Anjou-Neapel (1308-1342) belebte die Wirtschaft des Landes durch eine Münzreform und die Förderung des Handels. Unter seiner Regierung wurden um 1325 die ersten ungarischen Goldmünzen geprägt. Dank reicher Vorkommen war ungarisches Gold in ganz Europa verbreitet. Mehr als 80 Prozent der jährlichen Goldförderung des Kontinents stammte aus Ungarn.

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts gewann der Taler, eine großes schweres Silberstück, erhebliche Bedeutung. Hiervon zeugen auffallend schöne Prägungen. Daneben erlaubte der Goldreichtum eine breit angelegte Herstellung von Zehn-Dukaten-Stücken, für die man die Prägestöcke des Talers verwendete.

Der einheitliche Gebrauch des Talers in Europa endete mit der Einführung nationaler Währungen im Laufe des 19. Jahrhunderts. In Ungarn wurde der Taler im Jahr 1892 von der Krone (korona) abgelöst. 1926 folgte der Pengö, der 1946 seinerseits durch den Forint ersetzt wurde.