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Landesarchiv >> Generallandesarchiv Karlsruhe >> Aktuelles der Abteilung >> Pressemitteilungen >> Jubiläumsgeschenk für die Badener - Quellen zur "Badenbewegung" erschlossen

Jubiläumsgeschenk für die Badener - Quellen zur "Badenbewegung" erschlossen

Die "Badenbewegung"

Überlieferung von Organisationen der "Altbadener" (1945-1970) im Generallandesarchiv Karlsruhe erschlossen

Logo "Für Baden"

Zu den Online-Findbüchern

Das Landesjubiläum lenkte den Blick auf die Wurzeln des Südweststaates

Im Generallandesarchiv Karlsruhe wurden daher Unterlagen aus dem Kampf der Badener um die Selbständigkeit des Landes Baden, die in den letzten Jahren aus Privatbesitz ins Archiv gelangten, mit Mitteln zum Landesjubiläum 2002 erschlossen und im Internet zugänglich gemacht.

Durch das Projekt "Badische Organisationen" wurden für die Unterlagen von Badische Volkspartei, Arbeitsgemeinschaft der Badener, Heimatbund Badenerland und Badische Zentrumspartei verzeichnet und sind nun im Internet einzusehen. Das Besondere an dem Projekt ist, dass neben den Informationen 56 Schriftstücke abgebildet sind und - mit einem Klick - ein unmittelbarer Eindruck von den Unterlagen gewonnen werden kann. Das Bildmaterial umfasst interne Protokolle und Strategieüberlegungen, Flugblätter und Werbematerial der Organisationen. Die vier Findmittel sind die ersten Online-Bestandsübersichten des Generallandesarchivs im Internet, die illustriert werden konnten.

Die Bestände enthalten 8,8 lfd.m Unterlagen zur internen Organisationen und Verwaltung der Parteien bzw. Verbände, Unterlagen zur Durchführung von Wahlkämpfen und öffentlichkeitswirksamen Werbeaktionen sowie politische Korrespondenz.

Wie kamen die Unterlagen ins Generallandesarchiv Karlsruhe?

Die Unterlagen, die nun aufbereitet werden konnten, wurden in den letzten Jahren von ehemaligen Vorkämpfern der "badischen Sache" dem Generallandesarchiv Karlsruhe übergeben. Sie stammen direkt aus den Altregistraturen der Organisationen. Mit der Verzeichnung und breiten Zugänglichmachung zeigt das Generallandesarchiv Karlsruhe die oft nicht im Detail bekannten Facetten der Entstehung des Südweststaats. Ein archivischer Beitrag zum einen nun historischen Thema anlässlich des Landesjubiläums 2002.

Um was geht es in den Unterlagen?

Der Zusammenschluss der ehemals selbständigen Länder Baden, Hohenzollern und Württemberg zum Land Baden-Württemberg im Jahr 1952 fand vor allem in Baden nicht ungeteilte Zustimmung. Schon während des Diskussion eines Zusammenschusses der Länder organisierten sich diejenigen, die eine Beibehaltung bzw. Wiederherstellung des Landes Baden in den Grenzen bis 1945 wünschten, in der Arbeitsgemeinschaft der Badener.

Als nach der Volksabstimmung über die Bildung eines Südwest-Staates im Dezember 1951 die Landesneubildung 1952 vollzogen werden konnte, obwohl auf ganz Baden gesehen eine Mehrheit der Badener gegen den Südweststaat gestimmt hatte, begann ein langwieriger, hochemotional geführter Kampf. Der Heimatbund Badenerland als Organisationen der "Altbadener" konnte seit 1956 auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verweisen, in dem festgestellt worden war, dass der badische Volkswille "überspielt" worden war. Die Abstimmung über die Staatsbildung war in Baden zu wiederholen.

Die permanente Verzögerung dieser Abstimmung führte zu verstärkten Aktivitäten der "Altbadener" und schließlich 1959 zur Gründung der Badischen Volkspartei. Heimatbund Badenerland und Badische Volkspartei warben bis zur endgültigen Abstimmung 1970 für eine Auflösung Baden-Württembergs. Nach der Durchführung des zweiten Volksentscheids 1970, in dem die Bürger der beiden badischen Regierungsbezirke für das Fortbestehen Baden-Württembergs votierten, löste sich die BVP ebenso wie der Heimatbund Badenerland auf.

Weitere Informationen:

Generallandesarchiv Karlsruhe
Dr. Clemens Rehm
0721/926-2267 (-2206 Zentrale)