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Landesarchiv >> Hauptstaatsarchiv Stuttgart >> Digitale Präsentationen >> Archivale des Monats 2000–2010 >> Archivale des Monats Februar 2003

Archivale des Monats Februar 2003

Maier, Schmid und Wildermuth. Württembergische Minister in neuen Dokumenten.

Präsentation im Hauptstaatsarchiv Stuttgart vom 03.-28.02.2003

Personalakten von Ministern

Überlieferungsbildung im Hauptstaatsarchiv

Als Ministerialarchiv des Landes Baden-Württemberg ist das Hauptstaatsarchiv Stuttgart für die Erfassung, Bewertung und Übernahme des bei den obersten Landesbehörden erwachsenen Schriftguts zuständig. Die Entscheidung, welche Unterlagen von den einzelnen Ministerien übernommen und im Interesse der historischen Forschung dauernd aufbewahrt werden, gehört zu den verantwortungsvollsten Aufgaben der Archivare. Sie erfordert umfassende Kenntnisse der Verwaltungsorganisation und der administrativen Zuständigkeiten.

Angesichts des Umfangs der heutigen Aktenproduktion müssen strenge Maßstäbe an die Archivwürdigkeit des angebotenen Registraturguts angelegt werden. Hierfür bedarf es archivwissenschaftlicher Kriterien, die gewährleisten, dass mit der getroffenen Auswahl eine kohärente und nachvollziehbare Überlieferungsbildung erzielt wird. Zunehmende Bedeutung verdienen landesweit abgestimmte Bewertungsmodelle, wie sie beispielsweise für die Übernahme von Personalakten entwickelt wurden und auch im Hauptstaatsarchiv seit Anfang der 1990er Jahre angewandt werden.

Bisher unbekannte Dokumente

In der Überlieferung des Wirtschaftsministeriums finden sich u. a. die Personalakten von acht württembergischen bzw. württemberg-badischen Ministern, die bisher der Forschung unzugänglich waren. In Auswahl werden sie der Öffentlichkeit nun als "Archivale des Monats" vorgestellt.

1. Reinhold Maier (1889-1971), Rechtsanwalt, DDP-/FDP-Politiker, 1930-1933 württembergischer Wirtschaftsminister, Mitglied des Reichstags, 1945-1952 Ministerpräsident von Württemberg-Baden, 1952-1953 Ministerpräsident von Baden-Württemberg, 1957-1959 Mitglied des Bundestages.

Die Personalakte (EA 6/150 Bü 113) umfasst Maiers Zeit als württ. Wirtschaftsminister am Ende der Weimarer Republik. Daraus werden folgende Schriftstücke gezeigt:

2. Jonathan Schmid (1888-1945), Rechtsanwalt in Leonberg und Stuttgart, NS-Politiker, 1933-1945 württembergischer Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident, zugleich 1933-1934 Justizminister, 1935-1945 Wirtschaftsminister, 1940-1942 Chef des Verwaltungsstabes der Militärverwaltung in Frankreich.

Nachdem die im Stuttgarter Innenministerium geführte Hauptpersonalakte 1945 vernichtet wurde, stellt Schmids Personalakte aus dem Wirtschaftsministerium (E 383 b Bü 230) eine einzigartige Quelle dar. Gezeigt werden folgende Dokumente:

3. Eberhard Wildermuth (1890-1952), Jurist, DDP-/FDP-Politiker, seit 1921 Verwaltungsbeamter, seit 1928 Vorstandsmitglied der Deutschen Bau- und Bodenbank AG Berlin, 1939-1946 Militärdienst und Gefangenschaft, 1946 Staatssekretär der Landesdirektion der Wirtschaft in Tübingen, 1947-1949 Wirtschaftsminister des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1949-1952 Bundesminister für Wohnungsbau.

Wildermuths Personalakte (EA 6/150 Bü 305) enthält eine Auflistung zahlreicher Urkunden und Dokumente, die wohl anlässlich seines Wechsels in das Amt des Bundesministers nach Bonn abgegeben wurden.

4. Summarisch werden schließlich die Personalakten des württemberg-badischen Wirtschaftsministers Josef Andre (1879-1950), des Reichsfinanzministers und späteren württemberg-badischen Wirtschafts- und Finanzministers Heinrich Köhler (1878-1949) sowie des württembergischen NS-Wirtschaftsministers und Präsidenten der Reichsfilmkammer Oswald Lehnich (1895-1961) vorgestellt.