Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Karoline Luise von Baden – Kunst und Korrespondenz

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Landesarchiv >> Hauptstaatsarchiv Stuttgart >> Digitale Präsentationen >> Archivale des Monats 2000–2010 >> Archivale des Monats Dezember 2003

Archivale des Monats Dezember 2003

Gemeinsame Präsentation des Hauptstaatsarchivs Stuttgart und des Stadtarchivs Ulm

Ein zerschnittenes Landschaftsbild - Das Filstalpanorama von 1534/35

Filstalpanorama

Im Zusammenhang mit einem Streit um Geleitsrechte im Filstal zwischen der Reichsstadt Ulm und dem Herzogtum Württemberg in den Jahren 1533-1537 entstand das so genannte Filstalpanorama.

Diese im Stil einer Landtafel gemalte Darstellung gibt einen faszinierenden Einblick in die Landschaft des Filstales im 16. Jahrhundert: Das Aquarell enthält die zum Teil ältesten Ansichten von Orten und Burgen im Filstal zwischen Göppingen und Gingen. Auch über die Kulturarten und die Verbreitung des Weinbaus in der damaligen Zeit gibt das Bild Auskunft.

Im Jahre 1810 wurde das Filstalpanorama in zwei Teile zerschnitten. Der westliche Teil gelangte nach Stuttgart, während der östliche Teil in Ulm verblieb und in das dortige Stadtarchiv kam. Dass die beiden Teile zusammengehörten, geriet bald in Vergessenheit. Erst in den fünfziger Jahren erkannte Manfred Akermann die Zusammengehörigkeit der beiden Teile und verfasste eine Publikation über den Geleitstreit.

In der Ausstellung, die im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und anschließend im Ulmer Museum und im Städtischen Museum im "Storchen" in Göppingen zu sehen ist, werden die beiden Teile im Original zusammen mit Akten und einem Geleitstein präsentiert. 

Zur Ausstellung erscheint eine CD-ROM (€ 8,-), auf der die beiden Teile des Panoramas virtuell wieder vereinigt sind.

Göppingen (Geppingen)

Die Ansicht der Stadt Göppingen ist die größte und bedeutendste Ortsansicht des Panoramas. Zu sehen sind u. a. die Stadttore. Das ganz rechts dargestellte Stadttor mit dem Satteldach ist das Pfaffentor. Daneben erkennt man das Gebäude der Adelberger Klosterpflege. Den Giebel des Rathauses zieren kleine Türmchen (Fialen). Links davon ist das mächtige Untere Tor mit der markanten Haube zu erkennen. Ob das turmähnliche Gebäude mit dem Fachwerkgiebel das ehemalige Stadthaus der von Liebenstein, also den heutigen "Storchen", darstellt, ist nicht gewiss. Das Türmchen neben der Fils ist möglicherweise Teil der nicht mehr erhaltenen St. Wendelinskapelle. Außerhalb der Stadtmauer befindet sich die Oberhofenkirche, die zwischen 1436 und 1480 gebaut wurde. Bei der Kapelle neben der Kirche handelt es sich vermutlich um die 1431 gestiftete Heiligkreuz- oder Bettelkapelle, deren Chor als Ruine noch erhalten ist. Ein Fußgängersteg verbindet das Sauerbrunnenbad mit der Stadt Göppingen. Erst im Jahre 1626 wurde von Heinrich Schickhardt eine größere Filsbrücke gebaut.

Filstalpanorama Ausschnitt Göppingen

Hohenstaufen (Hochenstauffen)

Dargestellt sind die Ruinen der im Bauernkrieg 1525 vom Gaildorfer Haufen zerstörten Stammburg der Staufer und das Dorf Hohenstaufen. Im Einzelnen erkennt man bei der Burg die Mauern, den Wehrgang, die Türme und den Bergfried. Eine Ansicht der Burg vor der Zerstörung ist auf einem Fresko der Oberhofenkirche in Göppingen zu sehen. Die Steine der Burgruine fanden nach 1559 Verwendung beim Bau des von Herzog Christoph von Württemberg in Auftrag gegebenen Schlosses in Göppingen.

Filstalpanorama Ausschnitt Hohenstaufen

Figürliche Darstellungen

Westlich von Süßen ist im Bereich der Flur Zuem Klingle ein Kaufmannszug mit zwei Frachtwagen dargestellt, der von drei Reitern mit Lanzen empfangen wird. In der Nähe der Mündung des Schweinbachs in die Fils warten ebenfalls drei Reiter mit Lanzen. Insgesamt finden sich an elf Stellen auf der Karte Reitergruppen: Drei Reiter oberhalb der Furt am Waldrand bei der Flur Hochhallt auf Gemarkung Süßen, zwei Reiter bei der Burg Staufeneck, sieben bei Klein-Süßen, vier Reiter unterhalb des Ramsberges, zwei Reiter bei der Kapelle St. Laurentius in Hürbelsbach. Neben den weißen Kreuzen am Schweinbach im Bereich der Flur Schelmenwasen sind sechs Reiter eingezeichnet.

Filstalpanorama Ausschnitt mit Figuren