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Direkte Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksgut

Vorgenommen wurde die Direktdigitalisierung der einzelnen Stücke der Warenkörbe durch einen Dienstleister. Im Unterschied zur Mikroverfilmung wurde bisher nicht alles komplett digitalisiert. Vielmehr wurden in Auswahl - je nach technischer Anforderung (Farbe, Grautöne, Auflösung) - einzelne Seiten der Vorlagen erfasst. Während bei der Verfilmung doppelseitig aufgenommen wurde, wurde bei der Direkt- wie auch bei der Filmdigitalisierung einseitig aufgenommen.

Die Direktdigitalisierung erfolgte formatfüllend bis an die Grenze der Chipgröße von knapp 4500x3500 Pixels. Digitalisiert wurde immer mit der maximalen Auflösung und der bestmöglichen Größeneinstellung, um die Chipfläche optimal auszunutzen. Aufgenommen wurde mit Hilfe einer CCD-Kamera mit Spezialobjektiven, die aus der Mikroverfilmung stammen.

Bei der maximalen Auflösung von 4491x3480 Bildpunkten ergaben sich - bezogen auf das Original in mm - folgende Auflösungen (DPI):

Deutsche Industrie Norm (DIN) Original (mm) DPI
DIN A0 1189 841 96
DIN A1 841 594 136
DINA2 594 420 192
DIN A3 420 297 272
DIN A4 297 210 384
DIN A5 210 148 543
DIN A6 148 105 771

Von den rund 150 Archivalien und Büchern des "großen Warenkorbs" wurden 186 Graustufenscans und 190 Farbscans erzeugt. Bei Farbaufnahmen wurde die Kamera auf den "Macbeth Colorchecker" kalibriert, der es ermöglicht, Farbfehler eines farbigen Sicherungsfilms weitgehend zu neutralisieren, wenn bei dessen Aufnahme ein solcher Colorchecker mitverfilmt wurde. Die Schärfeneinstellung wurde von einer Autofocusfunktion elektronisch überprüft und justiert.

Die bei der Direktdigitalisierung erzeugten Daten wurden verlustfrei und unkomprimiert im TIF-Format abgelegt und auf jeweils zwei CD-Rs ausgegeben. Durch die Bildbearbeitung, bei der überflüssige Aufnahmen weggeschnitten wurden, konnte die Datenmenge reduziert werden.

Technische Daten der Digitalisierung:

Auflösungsstufen
in Bildpunkten
Größe der Dateien
in Megabyte (unkomprimiert)
Größe X Y Farbe Graustufen Bitonal
A 4491 3480 46,89 15,63 1,95
B 3992 3900 34,73 11,58 1,45
C 2994 2320 20,84 6,95 0,87
D 1996 1450 8,68 2,89 0,36
E 1497 1160 5,21 1,74 0,22
F 998 774 2,32 0,77 0,10
G 749 580 1,30 0,43 0,05
H 499 387 0,58 0,19 0,02

Die Bildbearbeitung der direkt generierten Scans erfolgte mit dem Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop 4.0, das u.a. eine Stapelbearbeitung zulässt, die ein Bearbeiten aller Bilder mit gleicher Konfiguration durch ein vorab definiertes Makro ermöglicht. Die digitalen Bilder wurden auf den einer Farb-, Kontrast-, Helligkeits- und Schärfenkorrektur unterzogen. Die Bildbearbeitung folgte ausschließlich dem Ziel, eine möglichst getreue Wiedergabe des Originals zu erzeugen. Sie bediente sich eines vom Programm bereitgestellten Colorcheckers. Diese Methode hat gegenüber einer visuellen Kontrolle hinsichtlich der Farb-Authentizität den Vorteil, dass sie sich an festen Bezugspunkten und an den durch DI-Normen festgelegten Farbzusammensetzungen orientiert. Das Verfahren erreicht eine relativ hohe Farb-Authentizität von rund 95%. Bei S/W-Vorlagen wurde vor allem Kontrast und Gradation angepasst.

Die unterschiedlichen Aufnahmeverfahren, also Verfilmung, Direktdigitalisierung und Filmdigitalisierung, sind notwendig, um in Vergleichsuntersuchungen die Kompatibilität analoger und digitaler Konversionsformen bzw. analoger und digitaler Konversionsformen erster und zweiter Generation zu ermitteln. Weiteren Aufschluss werden hierbei Versuche mit der Ausbelichtung digitaler Daten auf Mikrofilm (COM-Verfahren) erbringen.

Die digitalen Bilddateien werden in einem weiteren Schritt einer Qualitätsprüfung unterworfen und in einer Bilddatenbank mit Thumbnail-Generierung katalogisiert. Für die Qualitätskontrolle werden in Anlehnung an die Standards bei der Mikroverfilmung Kriterien für eine visuelle Qualitätskontrolle erarbeitet.