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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Beschlagnahmte Briefschaften. Der Kriminalprozess gegen Joseph Süß Oppenheimer 1737/38 >> 2. Die authentischen Quellen >> Beschlagnahmte Beweismittel

Beschlagnahmte Beweismittel

Beschlagnahmt wurden Dokumente der unterschiedlichsten Art. Alles was als Beweismaterial dienen konnte, wurde dafür aufbereitet.

2.17 Kontobuch Oppenheimer aus seinem Büro in Mannheim

Oppenheimer hat hier von eigener Hand vermerkt:

"Mannheim, den 13. Oktobris 1732

Dieses Buch ist von Dato casiret und also drus zu schreiben, was giltig seyn solle."

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 116


2.18 Schutzbrief des Herzogs für Oppenheimer

Schutzbrief des Herzogs für Oppenheimer

Mit diesem Patent hat Karl Alexander noch vor seinem Regierungsantritt in Württemberg Joseph Süß Oppenheimer am 14. November 1732 als seinen Hof- und Kriegsfaktor unter seinen persönlichen Schutz gestellt. Oppenheimer sollte für ihn vor allem in Geldgeschäften und bei der Versorgung der Armee tätig sein.

Im Prozess wurden intensiv die geschäftlichen Beziehungen zwischen Oppenheimer und dem Herzogspaar untersucht.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 81


2.19 Schreiben des Herzogs an Oppenheimer

Das Schriftstück betrifft Lieferungen, die Oppenheimer für den Herzog zur Versorgung der Armee besorgte.

Alle Geschäfte und Tätigkeiten Oppenheimers wurden mit dem Ziel untersucht, ihm eine Schädigung des Landes nachzuweisen.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48 Bü. 81


2.20 Kosten einer Entbindung

Mit diesem Zettel weist die Herzogin am 23. September 1733 Oppenheimer an, einem Darmstädter Arzt, der ihr bei ihrer Entbindung Assistenz geleistet hatte, einhundert Gulden zu zahlen. Gerade die Nähe zur Herzogin im ganz persönlichen Bereich wurde als Indiz konspirativer Machenschaften gesehen. Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 81


2.21 "Du must suchen mir etliche schöne Brillianten ..."

Mit dem eigenhändigen Schreiben erteilt Herzog Karl Alexander Oppenheimer den Auftrag, ihm Brillanten zu besorgen. Es ist ohne Jahresangabe auf den 20. Juli datiert; es muss 1734 oder 1735 entstanden sein. Der Herzog teilt darin auch mit, dass er ihm etwas Vertrauliches sagen wolle, was niemand wissen dürfe. Oppenheimer solle seinen Brief niemandem zeigen, da er sonst selbst Schaden nehmen würde.

Schreiben Herzog Karls an Süß

Das sehr persönliche Schreiben wurde als Beweis verschwörerischer Machenschaften gesehen. In der Literatur zur Oppenheimer wurde und wird es immer wieder abgebildet.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 81


2.22 Zahlungen Oppenheimers an den Herzog

Liste mit allen Crediten, die Oppenheimer 1735 dem Herzog gewährt hat

In der Aufstellung Oppenheimers finden sich alle Zahlungen, die er 1735 dem Herzog als "Credit" vorgestreckt hat.

Die Geldgeschäfte zwischen dem Herzogspaar und Oppenheimer waren Gegenstand der Ermittlungen.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 81


2.23 Zahlungen der Herzogin an Oppenheimer

In der Aufstellung sind die Geldsummen erfasst, die Oppenheimer 1735 von der Herzogin empfangen hat.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 81


2.24 Das Türschild des Herzoglichen Gratialamts

Türschild des Herzoglichen Gratialamts

Auf Initiative Oppenheimers wurde in Württemberg ein so genanntes Gratialamt eingerichtet, das Titel, Ämter, Stellungen und Dienste gegen eine Abgabe an die herzogliche Schatulle vergab, also Diensthandel betrieb. Es war bei den Untertanen besonders verhasst.

Im Zuge der Ermittlungen wurde das auf Holz augezogene Türschild zu den Akten genommen, wo es sich heute noch befindet.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 48/14 Bü. 43


Zum Gratialamt

Das 1736 geschaffene Gratialamt, an das Gelder bei der Übernahme eines Amtes zu entrichten waren, diente dem Ziel der herzoglichen Politik, den Einfluss der Erbarkeit auf die Besetzung der Ämter zurückzudrängen und die Einnahmen zu erhöhen.

Es war Teil der Angriffe Herzog Karl Alexanders auf die alterhergebrachten Interessen und Vorrechte der württembergischen Führungselite.