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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Landschaft, Land und Leute. Politische Partizipation in Württemberg 1457-2007 >> Internetausstellung Landschaft, Land und Leute >> 1. Der deutsche Südwesten im 15. Jahrhundert: Raum - Zeit - Herrschaft

1. Der deutsche Südwesten im 15. Jahrhundert: Raum - Zeit - Herrschaft


  • Das Haus Württemberg im 15. und 16. Jahrhundert
    Stammtafel als pdf-Datei. Zum Öffnen: Wappen anklicken.

hier anklicken


  • Die Grafschaft Württemberg um 1400
    Übersichtskarte der Amtsstädte der Grafschaft von Württemberg, mit den Residenzen Stuttgart und Urach. Entwurf: P. Rückert nach einer Vorlage von E. Blessing im Historischen Atlas von Baden-Württemberg.

Übersichtskarte der Amtsstädte der Grafschaft von Württemberg, mit den Residenzen Stuttgart und Urach um 1400. Entwurf: P. Rückert nach einer Vorlage von E. Blessing im Historischen Atlas von Baden-Württemberg.


  • Eberhard im Bart mit den Wappen seiner Ahnen. 1474
    Miniatur in einer Pergamenthandschrift.
    Mömpelgarder Genealogie. HStAS G 400 Bü 14, 7r

Eberhard im Bart mit Wappen. Bestand G 400 Bü 14, 7r

Im 15. Jahrhundert sollte sich die politische Landschaft im deutschen Südwesten grundlegend formieren: Neben der Kurpfalz, der Markgrafschaft Baden und den vorderösterreichischen Gebieten kam der Grafschaft Württemberg zentrale Bedeutung zu. Die württembergischen Grafen hatten es verstanden, hier innerhalb von etwa 150 Jahren zu den dominanten Territorialherren aufzusteigen und ihre Herrschaft um den mittleren Neckarraum zu verdichten. Stuttgart wurde zu ihrer repräsentativen Residenzstadt ausgebaut, zahlreiche weitere Städte und Burgen dienten als Amtssitze und regionale Verwaltungszentren. Um 1400 hatte die Grafschaft Württemberg bereits weitgehend ihre späteren Konturen erreicht und mit dem Erwerb der Grafschaft Montbéliard an der burgundischen Pforte ihre Expansion langfristig auch über den Rhein hinaus ausgedehnt.


  • Herzogswappen des Hauses Württemberg. 16. Jh.
    Miniatur in einer Papierhandschrift.
    HStAS A 602 Nr. 373 d, 95v-96r

Württembergisches Wappen anlässlich der Herzogserhebung. 
1495. HStAS A 602 Nr. 373 d, 95v-96r.

Während die benachbarten Markgrafen von Baden und Kurfürsten
von der Pfalz im Laufe der nächsten Jahrzehnte ihre Herrschaft weiter ausbauen und repräsentativ gestalten konnten, wurde die Grafschaft Württemberg im Jahr 1442 unter den beiden Brüdern Ludwig I. und
Ulrich V. aufgeteilt. Damit einher ging eine nachhaltige herrschaftliche und dynastische Krise im Hause Württemberg, die erst vier Jahrzehnte später mit der Wiedervereinigung des Landes unter Graf Eberhard im Bart aufgefangen werden konnte. 1495 wurde Württemberg von Kaiser Maximilian dann zum Herzogtum erhoben und hatte damit seinen zwischenzeitlich unterbrochenen Aufstieg zur führenden Macht im deutschen Südwesten vollzogen.


  • Die "Ratssitzung" Graf Eberhards des Milden von Württemberg. 16. Jh.
    Kopie eines Tafelgemäldes aus der Mitte des 15. Jh.
    WLM Inv. Nr. 2735

Ratssitzung Graf Eberhards III. von Württemberg. Tafelbild, Mitte 16. Jh. WLB Inv. Nr. 2735


  • "Ratssitzung" Eberhards des Milden als Federzeichnung. Mitte 16. Jh. Aquarellierte Federzeichnung, Papier, beschädigt.
    WLB Graphische Sammlung

Ratssitzung Graf Eberhards III. von Würrtemberg, Federzeichnung und Aquarell, Mitte des 16. Jahrhunderts, WLB Graphische Sammlung


  • Zeitgenössische Skizze: Sitzordnung der Ratssitzung
    WLB Graphische Sammlung

Zeitgenössische Skizze der Sitzordnung in der Ratssitzung Graf Eberhards III. von Würrtemberg, WLB Graphische Sammlung

Besonders unter verfassungsgeschichtlichem Aspekt stellte die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts eine zentrale Epoche der Geschichte Württembergs dar. Damals erscheinen die Landstände, die Vertretung von Adel, Prälaten und Bürgertum des Landes, auf der politischen Bühne. Auch in benachbarten Territorien hatten sich teilweise schon zuvor solche Landstände ausgebildet, doch sollte ihr maßgeblicher Einfluss auf die Regierung gerade in Württemberg für die Folgezeit von herausragender Bedeutung sein.


  • Kaiser Maximilian I. Mitte 16. Jh.
    Miniatur in einer Papierhandschrift.
    HStAS B 515 Bd. 5b
Ansicht der Archivalie in Großformat: Abbildung anklicken

Kaiser Maximilian. Kolorierte Federzeichnung. B 515 Bd. 5b

Die Kaiser aus dem Hause Habsburg waren als Herren der vorderösterreichischen Lande gleichzeitig unmittelbare Nachbarn Württembergs und gehörten so auch zu den wichtigsten Territorialherren in Südwestdeutschland. Unter ihrem Schutz konnten die benachbarten Reichsstädte und -klöster neben den zahlreichen kleineren Herrschaften ihre Unabhängigkeit bewahren. Ihr Einfluss sollte sich nun gerade für die weitere Entwicklung im Hause Württemberg bemerkbar machen.