Digitale Präsentation
Die Tochter des Papstes: Margarethe von Savoyen

VIII. Frömmigkeit und Erinnerung

Die innige Frömmigkeit Margarethes von Savoyen kam in persönlichen Wohltaten ebenso zum Ausdruck wie in repräsentativen Stiftungen, die sie oft gemeinsam mit ihrem Mann Graf Ulrich V. unternahm. Die Gründung des Dominikanerklosters in Stuttgart und die Aufnahme der gräflichen Familie in die Gebetsbruderschaft der Dominikaner zeigen ihre persönliche Nähe zu diesem Orden. Die intensive Heiligenverehrung, vor allem für die Gottesmutter Maria, brachte Margarethe in zahlreichen Pilgerfahrten und Votivgaben zum Ausdruck. Eine reiche Almosenstiftung für die Bedürftigen in ihrer Residenzstadt Stuttgart sollte Margarethe nachhaltig als Wohltäterin im Gedächtnis halten.

Hohenloher Kette

Hohenloher Kette (Ausschnitt), Leihgabe des Fürstlichen Gesamthauses Hohenlohe, Landesmuseum Württemberg (ausgestellt: Digitale Reproduktion)

Nach ihrem Tod 1479 fiel Margarethes reiches Erbe an ihre beiden noch lebenden Kinder, Kurfürst Philipp von der Pfalz, der unter anderem „alle ihre Bücher“ erhielt, und Gräfin Helene von Hohenlohe. Mit dem Schmuck ihrer Mutter erbte Helene offenbar auch ein einzigartiges Kleinod spätgotischer Goldschmiedekunst: Diese „Hohenloher Kette“ verbindet die Erinnerung an Margarethe von Savoyen, die „Tochter des Papstes“, auf besonders kostbare Weise mit ihrer bewegten Geschichte.