Digitale Präsentation
Die Tochter des Papstes: Margarethe von Savoyen

V. Kurfürstin von der Pfalz: Ein neues Leben

Amberger Ahnenreihe

Ludwig IV., Margarethe von Savoyen, Friedrich I., Philipp I. und dessen Gattin Margarethe von Bayern-Landshut auf der Amberger Ahnenreihe (v.l.n.r.), Bayerisches Nationalmuseum

Als junge Witwe, Königin von Sizilien, war Margarethe von Savoyen eine begehrte Partie auf dem europäischen Heiratsmarkt. Nachdem ihr Vater, Herzog Amadeus VIII., 1439 vom Basler Konzil zum Papst Felix V. gewählt worden war, fanden sogar Verhandlungen für eine Ehe Margarethes mit dem neuen römisch–deutschen König Friedrich III. statt. 1442 trafen Friedrich III. und Margarethe am Genfer See persönlich zusammen, doch verliefen die Verhandlungen erfolglos.

Drei Jahre später heiratete Margarethe dann Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz, den nach dem König bedeutendsten Mann im Reich. Margarethe wurde Mittelpunkt der kurfürstlichen Familie und des kulturellen wie politischen Lebens am kurpfälzischen Hof. Doch schon bald nachdem ihr Sohn Philipp geboren wurde, starb ihr Ehemann 1449, und Margarethe wurde zum zweiten Mal Witwe. Sie hatte sich nun — ohne ihren Sohn, der zur Erziehung bei seinem Onkel Friedrich I. von der Pfalz in Heidelberg blieb — auf ihre Witwengüter Möckmühl und Löwenstein zurückzuziehen.